Rohstoffindex-Investments und ihr Einfluss auf Futures-Preise
Mitte 2009 kamen die U.S. Commodity Futures Trading Commission und das U.S. Permanent Subcommittee on Investigations zu dem Ergebnis, dass Investoren in Rohstoffindizes in den letzten Jahren stark an Anzahl und Volumen zugenommen haben und verantwortlich für unerwünschte hohe Preissprünge in den Futures-Märkte sind (vgl. Absolut|report-News: Veränderte Portfolioeigenschaften von Commodity-Futures). Eine aktuelle Research-Publikation der Vanderbuilt University untersucht diese Behauptungen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Mittelzu- und -abflüsse von Indexinvestoren nicht für Preissprünge in Commodity Futures verantwortlich sind.
Quelle: Stoll, Whaley (2009)
Passive Indexinvestments werden hauptsächlich über ETFs, ETNs und OTC Swaps getätigt. Das Volumen dieser Investments in den USA beträgt derzeit um 170 Mrd. US-Dollar. Die Autoren untersuchen anhand verschiedener indexierter und nicht indexierter Rohstoffe den Einfluss der Investoren auf den Futures-Preis. Eine spezielle Analyse für Weizen untersucht die Behauptungen nach unerwünschten Preisbewegungen für diesen Rohstoff. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Getreiderohstoffe allgemein Konvergenzanomalien zu bestimmten Zeitpunkten zeigen.
Quelle: Stoll, Whaley (2009)
Desweiteren wird postuliert, dass Investments in Rohstoffindizes nicht zur Spekulation durchgeführt werden. Die Rollierung von Indizes habe geringen, die Mittelzu und -abflüsse von Investoren keinen Einfluss auf den Futures-Preis. Zudem habe die nicht eingetretene Konvergenz von Weizen-Futures an den Spot-Preis gegen Laufzeitende die Eigenschaft des Futures als Risikomanagementinstrument nicht beeinflusst.
Eine detaillierte Rendite- und Risikoanalyse von Futures- und Aktieninvestments in Rohstoffe für institutionelle Investoren finden Abonnenten des Absolut|report in der monatlich erscheinenden Ausgabe Absolut|rankings: Commodity-Fonds.