Robeco untersucht Investments in illiquide Assets
Ein Team von Robeco hat ein Forschungspapier zu den Eigenschaften sowie Vor- und Nachteilen eines Investments in illiquide Assets veröffentlicht. Generell wird als Liquidität die Handelbarkeit von Assets bezeichnet, die von verschiedenen Faktoren wie Transaktionskosten oder Suchfriktionen determiniert wird. Angesichts der vorherrschenden Liquiditätspräferenz von Investoren müssen Anleger, die in illiquide Assets investieren, mit einer entsprechenden Prämie honoriert werden, was anhand zweier Modelle dargelegt wird.
Dabei bestehen allerdings zwei verschiedene Arten von Illiquiditätsprämien; einerseits eine generelle Kompensierung für Illiquidität, andererseits eine Prämie für das Risiko der Illiquidität. Ersteres wird mit der generellen Präferenz von handelbaren Assets begründet, während Letzteres eine Kompensierung für Assets darstellt, die in Zeiten von Liquiditätsschocks schlecht performen. Ferner sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass die Liquidität verschiedener Asset-Klassen im Zeitverlauf nicht konstant ist, sondern sich durchaus abrupt verändern kann. So ging die Handelbarkeit von Hochzinsanleihen während der Finanzkrise gegen Null, so dass die Transaktionskosten signifikant anstiegen.
Quelle: Robeco
Neben der Liquiditätsprämie zeigen die Autoren weitere Gründe für Investments in illiquide Assets. Hierzu zählen beispielsweise Diversifikationsaspekte. Im Anschluss gehen die Autoren auf die Höhe der Illiquiditätsprämie für verschiedene Asset-Klassen ein, wofür sie die Ergebnisse anderer Forschungsarbeiten herangezogen haben. Interessanterweise kann zwar innerhalb einer Asset-Klasse meist eine Prämie für die illiquideren Assets nachgewiesen werden, es fällt jedoch schwer, eine solche auch risikoadjustiert über verschiedene Asset-Klassen hinweg zu isolieren. Beispielsweise ist unklar, ob Private Equity risikoadjustiert börsennotierte Aktien tatsächlich systematisch outperformt. Zwar sind die Asset-Klassen mit der geringsten Liquidität gleichzeitig die mit den langfristig höchsten Renditen, doch lässt sich mangels Daten nicht nachweisen, ob hierfür nicht andere Risikofaktoren ausschlaggebend sind. Ferner sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass die Liquidität verschiedener Asset-Klassen im Zeitverlauf nicht konstant ist, sondern sich durchaus abrupt verändern kann.
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