Risikoscheue Anleger investieren häufiger in Hedgefonds
Seit der Finanzkrise haben sich risikoaverse institutionelle Investoren zur größten Kapitalquelle für Hedgefonds entwickelt, schreibt Citi Investor Services in einer Studie über die Entwicklungen und Herausforderungen der Hedgefonds-Branche. Hierzu wurden weltweit Investoren und Asset Manager befragt, die zusammen für knapp 15 Billionen US-Dollar verantwortlich sind. Von den 2,63 Billionen US-Dollar, die von Hedgefonds verwaltet werden, entfallen 65 % auf institutionelle Investoren wie Pensions-, Universitäts- und Staatsfonds sowie Stiftungen, dagegen nur noch 35 % auf vermögende Privatkunden und Family Offices. Damit hat sich das Verhältnis seit Beginn des Jahrtausends umgekehrt.
Quelle: Citi Investor Services
Ursächlich ist, dass Hedgefonds zunehmend als stabilisierendes Portfolioelement wahrgenommen werden, welches in Krisenzeiten Schocks absorbiert. Auch konzentrieren sich die Investoren auf direkte Hedgefondsinvestments, so dass nur noch 25 % der Sektorinvestitionen in Dachhedgefonds erfolgen. Beliebt sind vor allem die Branchengrößen mit einem Volumen von mehr als 1 Mrd. US-Dollar, was zu einem starken Anstieg der durchschnittlichen Assets dieser Fonds geführt hat. Dabei achten die Anleger vor allem darauf, dass die Hedgefondsanbieter ihre Strategie konstant weiterverfolgen, ihr Produkt- und Angebotsspektrum nicht zu stark erweitern und sie ihre Investoren selektiv auswählen. Konkret bedeutet dies, dass Direktanleger sich auf Fonds konzentrieren, deren Volumen in der Bandbreite von 1 - 5 Mrd. US-Dollar liegt.
Quelle: Citi Investor Services
Anders als vor der Finanzkrise sind sich die Investoren des Risikos einer verminderten Gesamtperformance bewusst, die sich aus dem Abzug großer Summen durch andere Anleger ergeben kann. Vor diesem Hintergrund hat sich der Trend zu separat verwalteten Portfolios für einzelne Großinvestoren deutlich verstärkt.