Risikomanagement deutscher Pensionspläne zu wenig qualitativ
Das Risikomanagement deutscher Pensionspläne ist stark quantitativ ausgerichtet und enthält zu wenige qualitative Faktoren, berichtet Towers Watson in der aktuellen Studie "Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen". Zwar setzt das Risikomanagement der Pläne umfangreiche mathematische Werkzeuge zur Eingrenzung von Risiken ein, qualitative Aspekte im Sinne eines Risikoregisters werden bisher jedoch nur von 14 % der Pensionspläne genutzt. Das Niedrigzinsumfeld und Extremrisiken werden dabei als gefährlichste Risiken genannt. Ersterem wird vor allem durch eine Reduzierung der Portfolio-Duration begegnet. Tail-Risiken sind hingegen nur von 29 % der Studienteilnehmer abgesichert, da sie als zu teuer oder irrelevant eingestuft werden.
Quelle: Towers Watson
Ebenfalls kritisch gesehen wird die Dominanz der Asset Allocation im Risikomanagement, während die Verpflichtungsseite bisher weniger Aufmerksamkeit genoss. Gerade bei den Pensionsverpflichtungen entstehen durch die Niedrigzinsphase jedoch große Risiken, betont Towers Watson. Absicherungsmechanismen wie Hedging werden bisher noch zu wenig genutzt, um Anlagerisiken zu reduzieren.
Quelle: Towers Watson
Interessenten können die Studie direkt über Towers Watson beziehen, unter:
marketing_germany@towerswatson.com