Risiken wirtschaftlicher Optimierung für die Umwelt
Die Optimierung wirtschaftlicher Erfolge ohne Einschränkungen birgt Risiken für eine sichere Zukunft der Menschen, wie Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einem mathematischen Experiment ermittelt haben. Zwar kann das Konzept wirtschaftlicher Optimierung die Kosten für technologische Entwicklungen, beispielsweise für die Reduzierung von Treibhausgasen, wirkungsvoll senken. Der profitmaximierende Ansatz allein reicht dem Modell zufolge aber nicht aus, um das Kippen kritischer Elemente im Erdsystem auf jeden Fall zu vermeiden. Die Autoren betonen, dass ein solches Kippen zu dramatischen Veränderungen des Öko- und Klimasystems und damit der Lebensgrundlage des Planten führen würde. 
Quelle: Barfuss, Donges, Lade, Kurths (2018)
Die Wissenschaftler vergleichen drei Konzepte: wirtschaftliche Optimierung (handeln, um einen erwarteten Gewinn zu maximieren, mit Einberechnung der "diskontierten" Zukunft), Nachhaltigkeit (handeln, um immer über einem Mindeststandard des erwarteten Gewinns zu bleiben, mit Einberechnung der Zukunft) und den Ansatz des so genannten sicheren Handlungsraums, der sich auf das Konzept der planetarischen Grenzen stützt (handeln, um immer in einem sicheren Handlungsraum für die Menschheit zu bleiben, in dem die lebenserhaltenden Systeme der Erde weiter gut funktionieren). Es zeigt sich, dass der rein gewinnmaximierende Ansatz die größte Wahrscheinlichkeit mit sich bringt, Ergebnisse zu erzielen, die Menschen oder der Umwelt schaden.
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