Risiken bei Schweizer Pensionskassen steigen
Die Schweizer Pensionskassen sind vergleichsweise erfolgreich in das Jahr 2019 gestartet, zeigt Complementa anhand einer Risiko-Check-up-Analyse von 437 Schweizer Pensionskassen. Demnach fiel die Rendite in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit 6,5 % so hoch aus, dass die eher verhaltene Entwicklung im Jahr 2018 (-2,7 %) entschärft werden konnte. Der durchschnittliche Deckungsgrad ist somit von 102,7 % auf 108,5 % gestiegen. 
Quelle: Complementa
Die guten Renditeergebnisse sind u.a. darauf zurückzuführen, dass Pensionskassen im Gegensatz zur Vollversicherung höhere Anlagerisiken eingehen können und somit den Anteil von Aktien, Immobilien und alternativen Anlagen erhöht haben. Die Rendite über die letzten sieben Jahre liegt im Durchschnitt bei 4,3 %, die Prognose der Autoren zur Renditeperspektive jedoch bei 2,3 %.
Trotz der guten Entwicklung in den ersten vier Monaten des Jahres, waren Ende 2018 etwa 9 % aller ausfinanzierten Kassen mit einer Unterdeckung konfrontiert. Daher wurde die Verzinsung des Vorsorgekapitals auf 1,4 % gesenkt – das tiefste jemals erhobene Niveau. Der technische Zins ist auf 2,2 % gefallen.
Die Immobilienquote hat sich bei den Schweizer Pensionskassen seit dem Jahr 2013 stetig erhöht und liegt seit dem Jahr 1995 erstmals wieder über 20 %. Steigende Preise werden im Immobiliensegment aber nur noch für die nächsten zwei Jahre erwartet, danach wird mit einem fallenden Preisniveau gerechnet. 
Quelle: Complementa
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