04.06.2013 | Studie

Rezessionsgefahr belastet Investorenstimmung im zweiten Quartal

Die Stimmung unter europäischen Investoren ist im laufenden Quartal wieder etwas pessimistischer geworden, stellt eine aktuelle Umfrage von Fitch Ratings fest. Die Wahlausgang in Italien und die Zypern-Krise haben die Zuversicht, die zu Beginn des Jahres herrschte, geschwächt. Nur noch 41 % der Befragten glauben, die Eurokrise sei überstanden, die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hält die Ruheperiode an den Märkten für kurzlebig und losgelöst von der fundamentalen Entwicklung. Die Gefahr einer Rezession stufen 86 % der Befragten als hoch ein. Im ersten Quartal lag der Anteil noch bei 69 %.



Quelle: Fitch Ratings

Öffentliche Schuldenprobleme liegen mit 83 % in der Risikobewertung knapp dahinter. Das Risiko eine strafferen Geldpolitik schätzen 81 % der Befragten derzeit als gering ein. Vor allem die Beteiligung der nichtversicherten Bankeinlagen an der zyprischen Bankenresolution hat stimmungsschädigend gewirkt. 43 % der Investoren im Finanzsektor sind der Meinung, die Lösung könnte auch im Rest der Eurozone Anwendung finden.


Quelle: Fitch Ratings

Dementsprechend brach auch die Nachfrage nach Bankanleihen im Jahresverlauf ein. Ende letzten Jahres war die Asset Klasse noch von 35 % der Befragten bevorzugt worden, nun fiel der Anteil auf unter 15 %. Ungebrochen ist dagegen die Nachfrage nach High Yield Anlagen, mehr als jeder Vierte hält diese Asset-Klasse für die attraktivste. Die Ausfallraten im Segment liegen dabei nach wie vor auf historisch niedrigem Niveau.

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