04.06.2013 | Research

Hohes Tail Risk Exposure in 1/N-diversifizierten Aktienportfolios

Drei Autoren der Universitäten New York, Melbourne und Monash untersuchen, warum optimale Minimum-Varianz-Portfolios nach Markowitz nicht in der Lage sind, höhere Erträge als einfache 1/N-Ansätze zu generieren, wie zahlreiche frühere Untersuchungen bereits belegt haben. Anders als vorangegangene Studien, die den stochastischen Fehlerterm im Markowitz-Ansatz analysiert haben, konzentrieren sich Stephen J. Brown, Inchang Hwang und Francis In auf das Tail Risk Exposure der 1/N-Strategie. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass einfache 1/N-Diversifizierung zu einer konkaveren Verteilung der Renditen führt. Das Tail-Risiko gemessen in Schiefe und Krümmung ist deutlich größer als bei der Benchmark.


Quelle: Brown, Hwang, In (2013)

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Outperformance gegenüber optimal diversifizierten Portfolios auf die Entschädigung für die höheren eingegangenen Tail-Risiken und das, durch die konkavere Verteilung entgangene, Upside-Potenzial zurückzuführen ist. Die 1/N-Strategie liefert zwar eine höhere Sharpe Ratio und niedrigere Turnover-Kosten, mit Anzahl der Aktien im Portfolio nehmen aber Konkavität und Tail-Risiko zu. Die Autoren betonen, dass 1/N auf Grund des Renditeprofils keine grundsätzlich empfehlenswerte Investmentstrategie ist. Vielmehr belegt die Studie, dass bei der Analyse von Asset Allocation Strategien besonderes Augenmerk auf das Randverhalten der Verteilung gelegt werden sollte.

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