Renditetreiber von Collateralized Loan Obigations
Auch unter Berücksichtigung von Kreditausfällen erzielen Collateralized Loan Obigations (CLOs) eine deutlich höhere Rendite als klassische Unternehmensanleihen gleicher Bonität, zeigt ein Researchpaper von Union Investment. Seit dem Jahr 2015 lag der Spreadaufschlag für Papiere mit BBB-Rating im Mittel bei rund 230 Basispunkten. In turbulenten Zeiten ist tendenziell ein Anstieg der Spreads zu beobachten, während sie in Entspannungsphasen sinken. Die Autoren vergleichen zwei Buy-and-Hold-Portfolios aus CLOs und Unternehmensanleihen (jeweils mit BBB-Rating) für den Zeitraum 2001 bis 2019. Die durchschnittlichen Ausfallkosten der CLOs betrugen 0,06 %, während es bei Corporates 0,52 % waren. Für den gesamten Zeitraum lag der realisierte IRR der CLOs bei 3,84 %, für die Unternehmensanleihen waren es 2,85 %.

Quelle: Union Investment
Die Autoren folgern, dass die Renditeaufschläge der CLOs nicht auf objektive Verlusterwartungen zurückzuführen sind. Problematisch sind allerdings die höhere Komplexität der Verbriefungen, ihre Liquidität und entsprechend ihre Liquiditätskosten. Hinzu kommen regulatorische Anforderungen. Sowohl Liquiditäts- als auch Eigenkapitalkosten sind bei CLOs gegenüber Unternehmensanleihen deutlich erhöht. Aufgrund der Tatsache, dass die Liquiditätskosten insbesondere in Stressphasen hoch ausfallen, raten die Autoren zu einem Buy-and-Hold-Ansatz – auch unter Berücksichtigung der geringen Ausfallquoten. Positionsveränderungen sollten in entspannten Marktphasen vorgenommen werden.

Quelle: Union Investment
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Loans jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Private Debt & Asset-Backed. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.