08.06.2010 | Research

Renditen von Private Equity vs. Listed Private Equity

Eine aktuelle Research-Arbeit der Universitäten Emory, Amsterdam und Michigan State untersucht die erwarteten Renditen von Private Equity und Listed Private Equity Investments anhand der Marktpreise von gelisteten Private-Equity-Fonds und Aktien von Private-Equity-Gesellschaften. Durch die Verwendung der Marktpreise für die Closed-End-Fonds wollen die Autoren die vom Markt erwarteten Renditen ableiten, worin sich die Arbeit von vorangegangenen Untersuchungen unterscheidet. Zudem soll durch diese Methode der Selection Bias ausgeschlossen werden.


Quelle: Jegadeesh, Kräussl, Pollet (2010)

Die untersuchte Stichprobe umfasst 24 gelistete Private-Equity-Dachfonds, die in ungelistete Private-Equity-Fonds investieren, bzw. 155 gelistete Private-Equity-Fonds (Listed Private Equity). Aus der gebührenbereinigten Differenz von investiertem Kapital und Marktpreis leiten die Autoren die abnormalen Renditen im Vergleich zum Aktienmarkt ab. Sie ermitteln abnormale Renditen um 0,50% für die Dachfonds, während diese für Listed Private Equity um Null liegen. Damit postulieren die Autoren deutlich geringere Private-Equity-Renditen, als vorangegangene Arbeiten.


Quelle: Jegadeesh, Kräussl, Pollet (2010)

Weitere Ergebnisse der Arbeit sind, dass beide Stichproben signifikante Faktorladungen im SMB-Fama-French-Faktor aufweisen, der auf ein höheres Engagement in Small und Mid Caps hinweist. Die Dachfonds sind außerdem positiv mit dem Bruttoinlandsprodukt und negativ mit dem Credit Spread korreliert, während die Listed-Private-Equity-Stichprobe nur eine negative Korrelation zum Credit Spread aufweist.

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