Relevanz von ESG-Kriterien wächst in Private-Equity-Zielunternehmen
Nachhaltigkeit und ESG-Faktoren gewinnen in Private-Equity-gestützten Unternehmen immer weiter an Bedeutung, zeigt eine Umfrage von PricewaterhouseCoopers für den englischen Markt, die Mitte April veröffentlicht wurde. Über die Hälfte der befragten Unternehmen berichten, dass der Einfluss von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in den vergangenen drei Jahren zugenommen hat. Knapp 60 % rechnen mit einer weiter wachsenden Bedeutung in den kommenden drei Jahren. Eine Umfrage von Pitchbook unter Fondsmanagern war Anfang des Jahres zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen, siehe "ESG-Bewusstsein im Private-Equity-Segment steigt".
Quelle: PricewaterhouseCoopers
Von einer stärker an den ESG-Kriterien ausgerichteten Entwicklung versprechen sich die meisten Unternehmen Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Konkurrenten. Einerseits mit Blick aufs Supply Chain Management oder Korruptionsbekämpfung, andererseits auch als Argument im Recruiting oder der Kundenzufriedenheit. Makro-Themen wie der Klimawandel spielen eher eine untergeordnete Rolle.
Quelle: PricewaterhouseCoopers
Mit Blick auf das ökonomische Umfeld sind die befragten Portfoliounternehmen vor allem darauf bedacht ein möglichst flexibles Geschäftsmodell zu formen. Produktneueinführungen und Ausweitungen der bestehenden Angebotspalette sind dementsprechend an erster Stelle in der Strategie für die kommenden 36 Monate. Die Voraussetzungen auf Finanzierungsseite sind dazu gegeben. 44 % berichten von großer Risikobereitschaft ihrer Geldgeber für weitere Investitionen.