Investoren nutzen zunehmend ESG-Reportings im Investmentprozess
EY har Anfang 2017 eine Studie veröffentlicht, in der 320 institutionelle Investoren weltweit zur Relevanz nichtfinanzieller Unternehmensberichterstattung befragt wurden. Die Studienergebnisse zeigen, dass ESG-Performance eines Unternehmens eine zunehmend wichtige Rolle bei der Anlageentscheidung und im Investmentprozess spielen.
Es ist damit zu rechnen, dass die Pariser Klimakonferenz und diverse in der Öffentlichkeit diskutierte, kontroverse Geschäftspraktiken, vermehrt zu einer ESG-Berichterstattung der Unternehmen führen werden. ESG-Aspekte bieten neben neuen Opportunitäten auch ein umfassenderes Risikomanagement. So berücksichtigen beispielsweise bereits 60 % der Investoren mögliche Risiken von Stranded Assets.
Die für Investoren nützlichste Quelle für ESG-Daten ist der von den Unternehmen veröffentlichte Jahresbericht, gefolgt von der integrierten Berichterstattung. Hinsichtlich des Umfangs und der Qualität gibt es allerdings Nachholbedarf. Ebenso spiegelt sich in der ESG-Berichterstattung häufig nur ein kurzfristig orientierter Zeithorizont wider. Einige Investoren wünschen hierfür entsprechende Anpassungen, denn in der Anlageentscheidung spielt in erster Linie die vom Unternehmen verfolgte Strategie eine Rolle und nicht mehr nur reine ESG-Indikatoren. Dementsprechend sind sich 90 % der befragten Investoren einig, dass Unternehmen ihre vom Vorstand geprüften langfristig orientierten Strategien jährlich veröffentlichen sollten und dass die Berücksichtigung von ESG-Aspekten eine reale und messbare Wirkung erzielt.
Die meisten Investoren schließen eine Investmentopportunität aufgrund von ESG-Aspekten dann aus, wenn die umweltbezogene Performance zu schlecht ausfällt und das Unternehmen durch Ressourcenknappheit sowie den Klimawandel risikobehaftet ist. 
Quelle: EY
Während anfangs ESG-Aspekte im Asset Management noch separat evaluiert wurden, werden sie mittlerweile überwiegend in allen Schritten der Investmentscheidung und des Anlageprozesses integriert. Die Betrachtung der ESG-Kriterien gewinnt außerdem an Tiefe. Der ESG-Aspekt, der für die befragten Investoren am wichtigsten ist, ist eine gute Unternehmensführung. 
Quelle: EY
Für die Gruppe, die ESG-Aspekte nicht berücksichtigt, spielt Vergleichbarkeit eine entscheidende Rolle. Nichtfinanzielle Informationen unterschiedlicher Unternehmen sind demnach nicht miteinander vergleichbar. Für rund 40 % sind die Informationen häufig widersprüchlich, nicht verfügbar oder ungeprüft.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
Absolut Research zeigt mit der Publikation Absolut|impact das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.