Relative Wachstums- und Inflationserwartungen beeinflussen Carry-Portfolios
Carry-Portfolios werden stark von relativen Inflations- und Wachstumserwartungen zwischen Ländern beeinflusst, weniger hingegen von den absoluten Erwartungen, zeigt ein Researchpaper des Asset Managers QMA. Die Autoren Marco Aiolfi und Yesim Tokat-Acikel untersuchen die Asset-Klassen Währungen, Anleihen und Aktien. Eine erste Regressionsanalyse zeigt, dass die globale Inflations- oder Wachstumsrate bei keiner der untersuchten Asset-Klassen die Rendite des Carry-Portfolios ökonomisch signifikant beeinflusst. Untersucht wurde der Zeitraum 1995 bis 2017.
Quelle: Aiolfi, Tokat-Acikel, 2018
Die Autoren berechnen zunächst das Exposure der einzelnen Portfolios zu den Inflations- und Wachstumserwartungen aller betrachteten Länder. Auf diese werden dann die Renditen der Carry-Portfolios regressiert. Wie bei der ersten Regression ist der Zusammenhang zwischen Renditen der Carry-Portfolios und makroökonomischen Variablen nur sehr schwach. Anders ist dies, wenn nicht die absoluten Exposures, sondern stattdessen die relativen Inflations- und Wachstumserwartungen zwischen verschiedenen Ländern betrachtet werden: Über die Konstruktion faktorimitierender Portfolios kann gezeigt werden, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen Carry-Renditen und den relativen Makro-Indikatoren besteht. Insbesondere für die Carry-Ansätze im FX-Bereich ist der Erklärungsgehalt mit über 70 % sehr hoch.
Quelle: Aiolfi, Tokat-Acikel, 2018
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