Regulierung bleibt die größte Herausforderung für Asset Manager
Eine Studie von SWIFT zeigt, dass Asset Manager die zunehmende und schärfere Regulierung als die größte Herausforderung für das Jahr 2015 ansehen. Die Compliance-Anforderungen aus dem Dodd-Frank-Act, AIFMD, EMIR und MiFID II führen demnach nicht zu Synergien und sorgen damit für zeitintensiven Mehrfachaufwand, um den regulatorischen Bestimmungen gerecht zu werden. Die große Anzahl verschiedener Richtlinien in Kombination mit den Unklarheiten zur konkreten Umsetzung, fixen Deadlines für die Implementierung und der Sorge vor Strafen bei Nichterfüllung von Anforderungen beeinflussen die Prioritäten von Asset Managern im den Bereichen Organisation, Budgets, Recruitment und Data Management. Von dieser Entwicklung sind auch die Kunden betroffen, da weniger Zeit für die Umsetzung von deren Bedürfnissen bleibt.
Quelle: SWIFT
Einen ähnlichen Einfluss haben die Anforderungen zur Einhaltung der Know-Your-Customer-Regeln (KYC) und der Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML). Problematisch ist einerseits, dass Asset Manager eine genaue Due Dilligence ihrer Investoren durchführen müssen, dabei jedoch je nach Region/Land unterschiedliche Ansätze und Vorschriften zum Tragen kommen. Insbesondere in diesbezüglich risikoreicheren Märkten wie Asien erschwert dies das Geschäft. Andererseits gibt es keine einheitliche Quelle, aus der der Industrie bereits bekannte Informationen zu potentiellen Kunden abgerufen werden können. Durch eine verstärkte Kooperation verschiedener Anbieter ließe sich der Verwaltungsaufwand reduzieren. 
Quelle: SWIFT
Weitere Themen, die aufgegriffen werden, sind Risiken, die durch Outsourcing entstehen sowie die zunehmende Bedeutung von Collateral Management. Zwar können durch Outsourcing standardisierter Prozesse, wie etwa der Asset-Verwahrung, Kosten verringert werden, auf der anderen Seite fehlen den Asset Managern dann interne Kapazitäten, diese Tätigkeiten bei einem Ausfall des externen Anbieters wieder selbst zu übernehmen, was ein zusätzliches Risiko darstellt. Collateral Management gewinnt durch die erzwungene Verlagerung bisheriger OTC-Geschäfte auf zentrale Clearing-Stellen mit entsprechenden Margin-Anforderungen an Bedeutung.