08.08.2016 | Märkte

Konkurrenz und Regulierung wirken auf Hochfrequenzhandel

Nachdem von 2005 bis 2009 sowohl in Europa als auch in den USA der Anteil des Handelsvolumens, welches auf High Frequency Trading (HFT) entfiel, stetig gewachsen ist, lässt sich seitdem eine entgegengesetzte Entwicklung beobachten, zeigt die Deutsche Bank in einem Marktbericht im Mai. Während 2009 in den USA rund 60 % des Aktienhandels von HFT durchgeführt wurden, sank dieser Anteil bis 2014 auf unter 50 % ab. Gleichzeitig gingen die Erträge des Sektors in den USA von 7,2 auf 1,3 Mrd. US-Dollar zurück. Hierfür zeichnen sich mehrere Gründe verantwortlich. Einerseits hat sich die Konkurrenzsituation beim High Frequency Trading deutlich verschärft, andererseits verbesserten sich Technologie und Marktinfrastruktur, so dass Preisdiskrepanzen schneller entdeckt und beseitigt werden. Angesichts der hohen Bedeutung der schnellen Ausführung von Orders sind große Investitionen in Informationsdienste und schnellstmögliche Datenverbindungen zu den Börsen notwendig, was auf der Kostenseite der Hochfrequenzhändler für Druck sorgt.


Quelle: Deutsche Bank

Ein weiterer Aspekt ist das Aufkommen von Darkpools als Handelsplattformen. Diese bringen Käufer und Verkäufer zusammen, ohne vor der Orderausführung Informationen zu Volumina und Preisen zu veröffentlichen. Ziel dieser alternativen Plattformen ist es, auch größere Positionen zu handeln, ohne ex-ante den Preis dadurch zu beeinflussen. Die wachsende Bedeutung von Darkpools begrenzt die Möglichkeiten von HFT, ihre Strategie auf große Ordermengen anzuwenden. Unabhängig von den Marktentwicklungen hat auch der regulatorische Druck auf die Hochfrequenzhändler zugenommen. Aufgrund von Bedenken bzgl. Der Finanzmarktstabilität wurden in MiFID 2 verschiedene Verfahren zur Regulierung von HFT implementiert, dazu zählen Verzögerungen bei der Orderausführung sowie Begrenzungen für das Order/Trade-Verhältnis.

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