Reduktion von Extremrisiken mit Volatilitätssteuerung
In einem Research-Papier vom Mai 2018 untersuchen ein Team der Man Group und Campbell Harvey von der Duke University die Rendite- und Risiko-Eigenschaften von Portfolios, die in Abhängigkeit der Volatilität gesteuert werden. Hierzu fokussieren sich die Autoren nicht auf reine Aktienportfolios, sondern analysieren mehr als 60 Assets, wobei die Steuerung durch Leverage in Zeiten niedriger Volatilität und Reduzierungen des Exposures in Phasen hoher Volatilität umgesetzt wird. Für die risikobehafteten Assets Aktien und Credit ergibt sich eine Steigerung der Sharpe Ratio durch die Volatilitätssteuerung, ebenso für Portfolios, die einen wesentlichen Anteil dieser Assets aufweisen wie 60/40- oder Risk-Parity-Portfolios (Aktien, Credit, Staatsanleihen und Rohstoffe). Grund ist, dass risikobehaftete Assets eine negative Relation zwischen Rendite und Volatilität aufweisen, so dass die Volatilitätssteuerung de-facto einen kurzfristigen Momentum-Ansatz darstellt. Für andere Assets wie Staatsanleihen, Währungen oder Rohstoffe hat die Volatilitätssteuerung keinen Einfluss auf die Sharpe Ratio. 
Quelle: Duke University, Man Group
Anders sieht dies aus, wenn nicht die risikoadjustierte Performance, sondern die Extremrisiken betrachtet werden: Auch für alle anderen untersuchten Assets reduziert die Volatilitätssteuerung die Auswirkungen negativer Tail Events, da diese zumeist in Phasen erhöhter Volatilität auftreten.
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