26.11.2014 | Studie

Rahmenwerk für Impact Investing im Stiftungsportfolio

Impact Investing ist aus drei Hauptgründen für Investoren attraktiv, zeigt eine Studie der Social Impact Investment Taskforce. Allmählich setzt sich bei vielen Stiftungen die Idee durch, dass schon durch Kapitalanlage die eigene Zielsetzung vorangetrieben werden kann. Daneben spielt auch der Diversifikationsaspekt, den solche Anlagen mit sich bringen können, wie bei Social Impact Bonds, ein zunehmende Rolle. Impact Investing konzentriert sich oftmals auf große ungelöste soziale Probleme, die ein Wachstumsfeld in einem ansonsten schwachen Markt darstellen können, etwa der Medikamentenversorgung.


Quelle: Social Impact Investment Taskforce

Aktuell werden Impact Investments oft als eigene Asset-Klasse gesehen, welche bei den Alternatives angesiedelt ist. Angesichts der sehr heterogenen Eigenschaften verschiedener Anlagemöglichkeiten gehen die Autoren allerdings davon aus, dass längerfristig Impact Investing eher als eine Strategie angesehen werden wird, die über alle Asset-Klassen hinweg angewendet werden kann. Aus diesem Grund können die entsprechenden Instrumente in bereits bestehende Investment-Prozesse integriert werden. Die Investoren müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, ob Rendite oder Impact an erster Stelle stehen sollen. Unter Risikoaspekten fallen viele Investments in bekannte Kategorien. Speziellere Produkte, etwa Social Impact Bonds, bei denen die Rendite von der Erreichung bestimmter sozialer Ziele abhängt, weisen jedoch ein abweichendes Risiko-Rendite-Profil auf. Derzeit ist die Liquidität vieler Impact-Investment-Instrumente deutlich eingeschränkter als die traditioneller Assets, so dass die Autoren empfehlen, diese Instrumente eher bei den Alternatives einzugruppieren.


Quelle: Social Impact Investment Taskforce

Trotz des Wachstums des Segments bestehen für Investoren nach wie vor Eintrittsbarrieren. Hierzu zählen einerseits finanzielle Schranken, etwa die Überzeugung, dass sich mit Impact Investments keine akzeptablen risikoadjustierten Erträge erzielen lassen oder Konflikte mit internen Richtlinien. Andererseits fehlt vielen potentiellen Anlegern das Know-How - sowohl bezüglich der Assets als auch bezüglich Risikobewertung und -management.

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