PwC sieht Luxemburg als Fondsdomizil für die Zukunft gerüstet
In einer umfangreichen Publikation hat sich PricewaterhouseCoopers Ende März mit den Gegebenheiten und Zukunftsaussichten des Fondsstandorts Luxemburg befasst. Eine weitere Analyse von PwC von Februar hatte das Potenzial der Asset-Management-Branche bis 2020 auf über 100 Billionen US-Dollar geschätzt, wie auch der Absolut|report berichtete. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Marktstudie ausführlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Auflage von Investmentfonds in Luxemburg. Luxemburg ist nach den USA zweitgrößter Fondsstandort der Welt und kommt in Europa, gemessen an der Anzahl grenzübergreifender Vertriebszulassungen, auf einen Marktanteil von 67 %, gefolgt von Irland mit 19 %.
Quelle: PwC
Bezogen auf das UCITS-konform-verwaltete Vermögen hatte Luxemburg Ende 2013 in Europa einen Marktanteil von 32 %. Dahinter lagen Frankreich und Irland mit 16 bzw. 15 %. Mit Inkrafttreten der AIFM-Richtlinie und der Schaffung des Alternativen Investment Fonds (AIF) haben sich neue Impulse für die europäische Fondslandschaft ergeben und Luxemburg besitzt auch hier bereits gute Voraussetzungen führender Standort zu werden. Die Luxemburger Part II UCIs sind bereits uneingeschränkt AIF-konform. Luxemburger SIF- und SICAR-Vehikel sind AIFs, sofern sie ihren Investorenkreis entsprechend einschränken.
Quelle: PwC
Insgesamt besitzt Luxemburg basierend auf den vier Säulen UCITS, SIF, SICAR und AIFM ein stabiles rechtliches Rahmenwerk, sodass PwC im Zuge des Gesamtwachstums der Asset-Management-Branche für Luxemburg große Wachstumschancen sieht. Die umfangreiche Analyse umfasst neben detaillierten Gegenüberstellungen der verschiedenen Rechtsformen auch einen umfassenden Leitfaden für Auflage, Vertrieb, Verwaltung, Restrukturierung und Liquidierung von Investment-Vehikeln in Luxemburg.