Dividendenstrategien im Niedrigzinsumfeld
Das an den Kapitalmärkten vorherrschende Niedrigzinsniveau, das die Rendite von Staats- und Unternehmensanleihen vielfach unter die Inflationsrate getrieben hat, macht die Verfolgung von Dividendenstrategien zunehmend attraktiver, wie eine Studie von Allianz Global Investors herausarbeitet. Auf lange Sicht können Dividenden rund 40 % der Performance eines Aktieninvestments ausmachen. Insbesondere europäische Titel zeichnen sich durch attraktive Dividendenrenditen aus, so dass sich über die entsprechende Strategie aktuell mehr als 5 % Dividendenrendite generieren lassen. Am Beispiel der USA wird deutlich, dass sich sowohl in Deflations- als auch in Inflationsszenarien (bis 10 %) Dividendenstrategien seit 1950 besser geschlagen haben als der Gesamtmarkt.
Quelle: Allianz Global Investors
Für die Zukunft kann durch steigende Konzerngewinne angesichts der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft mit steigenden Dividenden gerechnet werden, auch wenn in der Vergangenheit nach Finanzkrisen die Erholung meist eher schleppend verlief. Unterstützt wird dies durch Spielräume, die sich aus der niedrigen Ausschüttungsquote vieler Unternehmen in den USA und Europa ergeben sowie durch hohe Cashbestände. Bremsend hingegen können sich die volatilen Erträge einiger Unternehmen auswirken, durch die die Kontinuität der Zahlungen gefährdet sein kann.
Quelle: Allianz Global Investors
Doch nicht nur unter Performanceaspekten, sondern auch unter Stabilitätsgesichtspunkten können sich Dividendenstrategien auszahlen. So ist etwa die Volatilität von Aktientiteln, die Dividenden ausschütten, historisch deutlich niedriger als von Werten, die dies nicht tun. Hinzu kommt, dass im Regelfall die Unternehmen bestrebt sind, die Zahlungen an die Anleger auch in konjunkturell schwachen Phasen konstant zu halten, so dass Investoren relativ verlässliche Erträge erhalten.