12.02.2015 | Studie

PwC analysiert Zukunftsaussichten für ETFs

Eine von PwC durchgeführte Umfrage unter 60 Asset Managern zu den Zukunftsaussichten von ETFs zeigt, dass die Branche größtenteils positive Entwicklungen erwartet. ETFs verwalten zurzeit weltweit Assets im Wert von 2,6 Billionen US-Dollar. Der Umfrage zufolge halten es 3 von 4 der Befragten für wahrscheinlich, dass diese Zahl bis 2020 auf 5 Billionen US-Dollar ansteigt, wobei nahezu die Hälfte nicht traditionelles Indexing (z.B. Smart Beta) als das innovativste Entwicklungsfeld der ETFs sehen. Viele Anbieter planen zudem, in die Bereiche aktiv gemanagter ETFs und nicht transparenter ETFs zu expandieren, sodass auch in diesen Segmenten ein großes Wachstum erwartet wird.


Quelle: PwC

Hürden, die es zu überwinden gilt, sind neben der Sättigung des Marktes vor allem Regularien, darunter MiFID II oder UCITS V. Diese könnten in Europa sowohl positive als auch negative Einflusse, beispielsweise in Form von Begünstigungen bzw.  Beschränkungen von Produktinnovationen, auf die Entwicklung der ETFs, nach sich ziehen. Des Weiteren ist in Europa die Einführung der Finanztransaktionssteuer ein großer Unsicherheitsfaktor. Die Sättigung des Marktes verstärkt den Wettbewerb. Dennoch sind 4 von 5 Befragten zuversichtlich, dass das ETF-Geschäft trotz des stärker werdenden Wettbewerbs profitabel bleiben wird.  Fast 60% erwarten sogar eine Steigerung der Profitabilität.


Quelle: PwC

Strukturelle Entwicklungen werden in Europa im Handel prognostiziert. So wird erwartet, dass ETFs zukünftig an verschiedenen Börsen handelbar sind, aber nur zentral gesettlet werden, um Kosten zu sparen. Eine Mehrheit der Befragten geht zudem davon aus, dass selbst Asset Manager, die keine ETFs verwalten, deren zukünftige Entwicklung und Einfluss strategisch berücksichtigen müssen.

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