Prognosemodell für negative Aktienrenditen
Carter Davis von der University of Chicago hat in einem Researchpaper von Juni 2018 ein Modell zur Prognose von Handelstagen mit Kursverlusten am Aktienmarkt entwickelt. Insgesamt verwendet der Autor 126 Variablen, darunter Volatilitätsindizes, Aktien- und Anleihenrenditen, Long/Short-Faktorindizes und Sektorindizes. Das auf einem Rolling-Window-Ansatz basierende Modell prognostiziert für rund ein Fünftel aller Handelstage negative Renditen, wobei es deutliche Schwankungen in der Häufigkeit der Tage mit negativer prognostizierter Rendite im Zeitablauf gibt. Im Mittel liegt die tatsächlich realisierte Überschussrendite eines Portfolios der 10 größten Aktiengesellschaften des Samples an diesen Tagen bei -13,9 Basispunkten. Dieses Ergebnis ist auch für eine Reihe von Robustheitstests konsistent.
Quelle: Davis, 2018
Die Variablen mit der höchsten Aussagekraft bezüglich der Prognose negativer Renditen sind verschiedene Volatilitäts-, Rohstoff- und Faktorindizes. Ein Long-Only-Portfolio, welches das Modell für Market Timing nutzt und je nach Prognose entweder zu 100 % im Aktienmarkt investiert ist oder nur risikofreie Assets hält, käme auf eine tägliche risikoadjustierte Rendite von 3,5 Basispunkten, annualisiert entspräche dies 8,8 %. 
Quelle: Davis, 2018
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