Private Real Assets für institutionelle Portfolios
Private Real Assets können ein klassisches Portfolio optimieren, indem sie zu höheren risikoadjustierten und laufende Erträgen, einer besseren Diversifikation sowie zur Inflationsabsicherung beitragen. Die tatsächlichen Auswirkungen der einzelnen Real-Asset-Segmente, hat Nuveen, der Asset Manager von TIAA, in einer Marktanalyse untersucht. Private Real Assets umfassen in dieser Analyse Direktinvestments in Immobilien, Wald- und Landwirtschaft.
Zuerst wurde der Effekt auf die risikoadjustierte Rendite eines klassischen Portfolios (11 % Aktien, 89 % Anleihen) untersucht. Den größten Beitrag lieferten Direktinvestments in Landwirtschaft mit einem Portfolioanteil von 43 %, gefolgt von Immobilien (31 %) und Waldwirtschaft (27 %). Werden alle drei Segmente zu je 5 % integriert, wird die jährliche Rendite um 50 Basispunkte erhöht und Risiken um 70 Basispunkte verringert.
Quelle: Nuveen
Zur Ermittlung des Illiquiditäts-Beitrags wurden anschließend Private Real Assets mit Rohstoffaktien und Immobilienaktien verglichen. Bei einer gleichgewichteten 15%-Allokation konnten Private Real Assets ihr Vergleichsportfolio mit einer höheren Rendite und Sharpe Ratio sowie geringeren Volatilität übertreffen. Wird das Portfolio mit Rohstoffaktien und Immobilienaktien um Private Real Assets zu je 2,5 % ausgebaut, verbessert sich die Rendite um 23 Basispunkte, bei verringertem Risiko um 76 Basispunkte und höherer Sharpe Ratio. 
Quelle: Nuveen
Abschließend wurde der Effekt der Private Real Assets auf ein konservatives (20 % Aktien, 80 % Anleihen, 10 % Real Assets) und auf ein aggressives (80 % Aktien, 20 % Anleihen, 20 % Real Asstes) Portfolio untersucht. In beiden Portfolios konnte eine bessere risikoadjustierte Rendite erzielt werden. 
Quelle: Nuveen
Insgesamt bestätigt die im Juli 2017 veröffentlichte Analyse also, dass eine Allokation in Private Real Assets – unabhängig vom Segment – die risikoadjustierte Rendite verbessert. Empfohlen wird, ein klassisches Portfolio mit diversen Real Assets und einem realistischen Grenzwert zu konstruieren. Berücksichtigt werden muss bei Private Real Assets allerdings die geringe Transparenz und herausfordernde Due Diligence, ein hoher Kapitalbedarf sowie operationelle Risiken.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Real Assets jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Real Estate und Listed Infrastructure & Private Equity und mit Fokus auf Rohstoffe jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Listed Commodity und Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
Welche Portfolioeigenschaften Private Investments haben und wie hoch der Anteil in einem institutionellen Portfolio optimalerweise sein sollte, untersuchen Elisabeth Lind und Nicolas Schellenberg von Cambridge Associates in der Ausgabe 01|2017 des Absolut|report.