Private Markets im Fokus institutioneller Investoren
Der französische Asset Manager Natixis hat in einer im März 2016 veröffentlichten Studie 500 institutionelle Investoren weltweit zu ihrer Anlagestrategie befragt.
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und der unvorhersehbaren geopolitischen Entwicklungen passen institutionelle Investoren ihr Portfolio entsprechend an. Für das Jahr 2017 ist eine durchschnittliche Verringerung des Anleihenanteils um 3,5 % geplant, während die Allokation in Alternative Investments um 4 % und in Aktien um 1,7 % zunehmen soll. Dies weist darauf hin, dass aktives Asset Management, Alternative Investments und Private Market an Bedeutung gewinnen.
Bevorzugten 67 % der Investoren im Jahr 2015 ein aktives Asset Management, ist der Anteil 2016 hinsichtlich der zunehmenden Marktvolatilität auf 73 % angestiegen. Allokationen in passive Investments sind von rund 36 % (2015) auf 33 % (2016) gesunken.
Zusätzlich rückt das traditionelle Risikomanagement immer stärker in den Hintergrund. Zu den am häufigsten verwendeten Strategien zählten 2016 das Risk Budgeting (87 %), gefolgt von der Diversifizierung nach Branche (86 %) und Währungsabsicherungen (75 %). Im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere der Anteil der Investoren, die sich durch ein höheres Exposure in Alternative Investments absichern, von 53 auf 76 % deutlich gestiegen.
Quelle: Natixis
Alternatives nehmen vor allem bei Versicherern zunehmend die Rolle der Anleihen ein, um unter anderem die Verbindlichkeiten erfüllen zu können. Dementsprechend ist zwischen 2016 und 2017 eine Verringerung des Anleiheanteils von 63,8 auf 58,3 % und eine Zunahme des Anteils von Alternative Investments von 13,8 auf 17,5 % abzusehen.
Eine bessere Rendite soll auch über Investmentvehikel des Private Markets erzielt werden. 69 % der Investoren sind zwar mit der Performance ihrer Private Debt Investments zufrieden und 73 % sind davon überzeugt, dass Private Debt eine höhere risikoadjustierte Rendite erzielt als traditionelle Anleihen-Investments, eine stärkere Allokation wird allerdings durch diverse Barrieren limitiert. So fehlen beispielsweise für 73 % der Investoren die passenden Opportunitäten und im Private-Equity-Segment ist mehr Transparenz notwendig.
Die Ergebnisse der Befragung haben ebenfalls gezeigt, dass die Relevanz an nachhaltigkeitsorientierten ESG-Investments deutlich zunimmt. 62 % der Investoren geht davon aus, dass die Integration von ESG-Aspekten innerhalb der nächsten fünf Jahre zum Standard wird. Während 58 % ESG als wichtigen Bestandteil im Risikomanagement sehen, sind ebenfalls 58 % davon überzeugt, dass mit ESG-Investments Alpha generiert werden kann. 
Quelle: Natixis
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