Private-Equity-Markt trotz Rückgängen auf Kurs
Im dritten Quartal 2014 sind Transaktionsanzahl und -volumen im europäischen Private-Equity-Markt zurückgegangen, zeigt eine Untersuchung von SL Capital Partners. So sank die Anzahl der Transaktionen um 17 Prozent auf 298 bei einem gleichzeitigen Rückgang des Gesamtvolumens um 4,66 Mrd. Euro auf 19 Mrd. Euro. Dennoch kann dies als eine der üblichen Marktschwankungen interpretiert werden, die geringer ausgefallen ist als im langjährigen Durchschnitt und somit sogar ein stützendes Argument für einen langfristigen Anstieg darstellen kann. Innerhalb Europas weichen die Entwicklungen der einzelnen Staaten voneinander ab: Während Großbritannien eine sehr stabile Entwicklung aufweist, verhalten sich Frankreich und Deutschland weitaus zyklischer, so dass hier die verzeichneten Rückgänge stärker ausfallen.
Quelle: Standard Life/SL Capital Partners
Bei den Buyouts sank die Anzahl der Transaktionen um 25 Prozent auf 109, der geringste Wert seit Q2 2013. Prozentual ähnlich stark ist der Rückgang beim Gesamtvolumen, das im vergangenen Quartal 16,6 Mrd. Euro erreichte. Dennoch sind die Rückgänge weniger stark als in der Vergangenheit. Als besonders widerstandsfähig hat sich das Teilsegment der Mid-Cap Buyouts gezeigt. Werden die ersten drei Quartale kumuliert betrachtet, ergibt sich sogar eine Verbesserung gegenüber 2013.
Quelle: Standard Life/SL Capital Partners
Beim Growth Capital zeigt sich gegenüber dem Vorquartal ein Anstieg des Transaktionsvolumens um 27 Prozent auf 2,18 Mrd. Euro. Die größte Einzeltransaktion mit einem Wert von 267 Mio. Euro entfiel auf Deutschland. Weniger erfreulich dagegen ist die Entwicklung im Segment Venture Capital, wo sich Anzahl und Deal-Volumen halbierten.