26.06.2017 | Märkte

Private Equity in Schwellenländern

Private Equity Investments eignen sich, um am Wachstum der Schwellenländer zu partizipieren, zeigt Franklin Templeton in einer Marktanalyse, die im April 2017 veröffentlicht wurde.
Chancen ergeben sich demnach bei noch unbekannten aufstrebenden Unternehmen der Wachstumssektoren Konsum, Industrie, Technologie und Gesundheitswesen, die noch nicht in vollem Maße Teil des öffentlichen Marktes sind. Am häufigsten investiert wird über Wachstums- und Wagniskapital.


Quelle: Franklin Templeton, EMPEA

Diese Minderheitsbeteiligungen stellen für Investoren, wie häufig vermutet, keinen Nachteil dar. Vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass sie eine mindestens genauso gute Performance erreichen wie Mehrheitsbeteiligungen. Um sich dennoch vor operativen Risiken schützen zu können, besteht die Möglichkeit, Governance-Richtlinien oder Vereinbarungen festzusetzen.

Zu der am häufigsten angewandten Ausstiegsstrategie zählt der Börsengang des Unternehmens, gefolgt von Verkäufen an dritte Unternehmen. Der Börsengang wird in Schwellenländern wesentlich häufiger genutzt, da weniger strengen Anforderungen zu erfüllen sind und die Unternehmensleitung ein ebenso großes Interesse daran hat. Zu berücksichtigen sind hierbei aber hohe anfallende Kosten und der langwierige Umsetzungsprozess. Der Verkauf an dritte Unternehmen erfordert weniger Zeit, kann allerdings durch die Unternehmensleitung abgelehnt werden.

Insgesamt sind die Assets under Management im Private-Equity-Segment der Schwellenländer um jährlich 21,1 % gewachsen. Ende 2016 wurde ein Gesamtvolumen von 260,8 Mrd. USD erreicht. Aufgrund des erwarteten starken Wachstums der Schwellenländer wird das Volumen der verwalteten Assets weiter zunehmen.


Quelle: Franklin Templeton

Angetrieben wird diese Entwicklung insbesondere durch China und Indien. Aber auch Osteuropa bietet für Value-Strategien derzeit einige Opportunitäten, die sich aber erst langfristig rentieren werden. Nicht zu unterschätzen sind die für diese Investments notwendigen Erfahrungen, Kompetenzen und Kontakte.


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