Private Equity in Emerging Markets
Coller Capital hat in der Anfang 2009 erschienenen Studie "Emerging Markets Private Equity Survey" 156 Investoren zu ihrer Meinung über Private-Equity-Engagements in den sog. Emerging Markets befragt. Der größte Teil der Studienteilnehmer war der Ansicht, dass die Schwellenländer ein attraktiver Markt für Private Equity sind, und dass Investitionen in diese Länder eine Outperformance gegenüber Private Equity in entwickelten Ländern bieten. Dabei handelt es sich um Schwellenländer in den Regionen Afrika, Asien, Zentral- & Osteuropa, Russland, Latein Amerika und Mittlerer Osten.
So planen 78% der Befragten in den nächsten vier Jahren eine Ausweitung ihrer Private-Equity-Aktivitäten in Schwellenländern. 57% sind der Ansicht, dass die Schwellenländer nicht so schwerwiegend von der Finanzkrise betroffen seien, wie die entwickelten Industrienationen. Dabei sind sich die Investoren der größeren Hürden eines Schwellenländer-Investments wohl bewußt. Ein riskantes Marktumfeld, mangelnde Personalqualität und Erfahrung sind die am stärksten wahrgenommenen Risiken. Daraus folgt der Wunsch der Investoren nach einer höheren Risikoprämie (siehe Grafik).
Quelle: Coller Capital, EMPEA
Die attraktivsten Regionen seien China, Brasilien und Indien, wobei Brasilien in den nächsten zwei Jahren am stärksten Neuinvestoren anzieht. Russland und der Nahe Osten hingegen verlieren für die Investoren an Attraktivität.