08.10.2004 | 

Private-Equity-Gesellschaften werben um neues Kapital und starten Fonds

Die deutschen Private-Equity-Gesellschaften werben verstärkt um

Anlegerkapital und starten neue Fonds. Wie aus der vom "Bundesverband

deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften" (BVK) veröffentlichten

Studie "Fundraising 2004? hervorgeht, haben von 55 auf externes

Fundraising angewiesenen Gesellschaften bereits 19 die

Kapitalbeschaffung gestartet. Weitere 5 Gesellschaften wollen noch in

diesem Jahr beginnen, 21 Gesellschaften planen den Start für 2005,

davon 11 im ersten Quartal des kommenden Jahres.

Für die neue Studie hat der BVK im August 108 deutsche

Beteiligungsgesellschaften befragt. Für die derzeit ungünstige Lage in

der Branche macht der Verband steuerliche Rahmenbedingungen, die

schlechte Konjunktur und die Verlustgeschäfte der Investoren im Asset

Management verantwortlich. ?Insbesondere die frühphasenorientierten

Venture-Capital-Gesellschaften leiden an fehlendem Kapitalzufluss",

erläutert BVK-Geschäftsführer Holger Frommann. "Die Situation hat sich

über die Jahre verschärft und zwingt heute zahlreiche Gesellschaften,

ihre Fundraising-Aktivitäten zu forcieren.?

Das Spektrum der neuen Fonds reicht der BVK-Studie zufolge vom

spezialisierten Early-Stage-Fonds über gemischte Fonds bis zu

Buy-Out-Fonds. Der Schwerpunkt liegt mit 27 neuen Fonds im Venture

Capital-Bereich, davon 17 Early-Stage-Fonds. Dem gegenüber stehen 12

Buy-Out-Fonds und 6 weitere Fonds ohne speziellen Fokus. ?Dies

verdeutlicht den derzeit im gesamten Private-Equity-Markt vorhandenen

Kapitalbedarf und den im Venture-Capital-Segment besonders stark

ausgeprägten Kapitalmangel?, sagt  BVK-Vorstandsvorsitzender

Thomas W. Kühr.

Während Venture-Capital-Gesellschaften vor allem Fondsgrößen zwischen

50 und 100 Millionen Euro anstreben, gaben Later-Stage- und

Buy-Out-Gesellschaften zumeist eine Größenordnung oberhalb von 100

Millionen Euro als Ziel an. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse

schätzt der BVK den Kapitalbedarf der befragten Private-

Equity-Gesellschaften, ohne pan-europäische Fonds, auf fast 5

Milliarden Euro.

Überwiegend positiv bewerten die befragten Gesellschaften die

Aktivitäten der öffentlichen Hand als Kapitalgeber für

Private-Equity-Gesellschaften. Hierzu zählen die verschiedenen

Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der

Technologiebeteiligungsgesellschaft sowie die Aktivitäten der

Bundesländer.

Abonnenten können die Studie hier downloaden: Studie !!alte Verlinkung!!

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