Private-Equity-Gesellschaften werben um neues Kapital und starten Fonds
Die deutschen Private-Equity-Gesellschaften werben verstärkt um
Anlegerkapital und starten neue Fonds. Wie aus der vom "Bundesverband
deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften" (BVK) veröffentlichten
Studie "Fundraising 2004? hervorgeht, haben von 55 auf externes
Fundraising angewiesenen Gesellschaften bereits 19 die
Kapitalbeschaffung gestartet. Weitere 5 Gesellschaften wollen noch in
diesem Jahr beginnen, 21 Gesellschaften planen den Start für 2005,
davon 11 im ersten Quartal des kommenden Jahres.
Für die neue Studie hat der BVK im August 108 deutsche
Beteiligungsgesellschaften befragt. Für die derzeit ungünstige Lage in
der Branche macht der Verband steuerliche Rahmenbedingungen, die
schlechte Konjunktur und die Verlustgeschäfte der Investoren im Asset
Management verantwortlich. ?Insbesondere die frühphasenorientierten
Venture-Capital-Gesellschaften leiden an fehlendem Kapitalzufluss",
erläutert BVK-Geschäftsführer Holger Frommann. "Die Situation hat sich
über die Jahre verschärft und zwingt heute zahlreiche Gesellschaften,
ihre Fundraising-Aktivitäten zu forcieren.?
Das Spektrum der neuen Fonds reicht der BVK-Studie zufolge vom
spezialisierten Early-Stage-Fonds über gemischte Fonds bis zu
Buy-Out-Fonds. Der Schwerpunkt liegt mit 27 neuen Fonds im Venture
Capital-Bereich, davon 17 Early-Stage-Fonds. Dem gegenüber stehen 12
Buy-Out-Fonds und 6 weitere Fonds ohne speziellen Fokus. ?Dies
verdeutlicht den derzeit im gesamten Private-Equity-Markt vorhandenen
Kapitalbedarf und den im Venture-Capital-Segment besonders stark
ausgeprägten Kapitalmangel?, sagt BVK-Vorstandsvorsitzender
Thomas W. Kühr.
Während Venture-Capital-Gesellschaften vor allem Fondsgrößen zwischen
50 und 100 Millionen Euro anstreben, gaben Later-Stage- und
Buy-Out-Gesellschaften zumeist eine Größenordnung oberhalb von 100
Millionen Euro als Ziel an. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse
schätzt der BVK den Kapitalbedarf der befragten Private-
Equity-Gesellschaften, ohne pan-europäische Fonds, auf fast 5
Milliarden Euro.
Überwiegend positiv bewerten die befragten Gesellschaften die
Aktivitäten der öffentlichen Hand als Kapitalgeber für
Private-Equity-Gesellschaften. Hierzu zählen die verschiedenen
Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der
Technologiebeteiligungsgesellschaft sowie die Aktivitäten der
Bundesländer.
Abonnenten können die Studie hier downloaden: Studie !!alte Verlinkung!!
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