25.11.2009 | Research

Private Equity für Stiftungen

Stiftungen, wie die der Top-US-Universitäten Yale und Harvard, gehören zu den größten institutionellen Anlegern in alternative Investments und insbesondere Private Equity. Einem aktuellen Research Report von Preqin zufolge setzen diese auch weiterhin auf diese Anlageklasse, obwohl Private Equity während der Finanzkrise aufgrund von Abschreibungen und Portfolioverlusten in die Kritik geratenist. Dieser Trend ist insbesondere in den USA zu erkennen, schreibt Preqin in der Studie, die auf einer Befragung von 100 Stiftungen weltweit basiert. Demnach beinhaltet die durchschnittliche Zielallokation von Stiftungen in Private Equity 11,8%, im Vergleich zu 8,8% bei anderen institutionellen Investoren.

Allerdings waren viele Stiftungen zu Verkäufen ihrer Beteiligungen im Sekundärmarkt gezwungen, da sie durch Verluste von anderen Portfoliobausteine deutlich ihre Zielallokationen überschritten.


Quelle: Preqin

Gegenwärtig planen 13% der Stiftungen eine Ausweitung ihrer Private-Equity-Aktivitäten im nächsten Jahr, 32% planen eine Ausweitung über die nächsten 3-5 Jahre. Als bevorzugte Anlagestrategien seitens der Stfitungen im gegenwärtigen Marktumfeld wurde genannt: Distressed (38%), Small Cap Buyouts (17%) und Venture Capital (12%).


Quelle: Preqin

Die bevorzugte geografische Region für Private-Equity-Investments ist Nordamerika. 93% der Stiftungen haben in Nordamerika bereits investiert und planen dort ebenfalls neue Investitionen. Europa und Asien rücken jedoch zunehmend in den Fokus. So erwägen 83% der Stiftungen Investitionen in Europa, 81% Investitionen in Asien.
Das Interesse an Private Equity begründet sich in erster Linie an der erwarteten Outperformance gegenüber den Public Markets. So gehen 97% von einer Outperformance im Vergleich zu Aktien aus, 52% sogar von 4% oder mehr.Dementsprechend dürfte das Interesse dieser institutionellen Investoren an Private Equity trotz der Finanzkrise groß und dauerhaft bleiben.

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