29.03.2011 | Research

Private-Equity-Dachfonds zeigen Outperformance gegenüber Einzelfonds

Im März hat die Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit SAM Private Equity die Ergebnisse einer Research-Arbeit zu Private-Equity-Fonds veröffentlicht. Darin wird gezeigt, dass Private-Equity-Dachfonds gegenüber Einzelfonds mit wichtigen Diversifikationsvorteilen für Private-Equity-Anleger überzeugen sowie ein überlegenes Risiko-Rendite-Profil und geringere Korrelation mit Makrofaktoren im Vergleich zu Direktfonds aufweisen. Die vollständige Arbeit wird demnächst im Journal of Private Equity veröffentlicht.

Als Datengrundlage dienen den Autoren 1.600 Fonds aus der Preqin-Datenbank, davon 136 Dachfonds, aus denen verschiedenen Datensets generiert werden. Beim Vergleich der Performance schneiden Dachfonds demnach deutlich besser ab. Zwar liegt die Rendite der Einzelfonds mit einem durchschnittlichen internen Zinsfuß von 6,2 % knapp über dem der Dachfonds (5,8 %), im risikoadjustierten Vergleich schneiden die Dachfonds allerdings fast doppelt so gut ab. Auch liegt die Verlustwahrscheinlichkeit der Einzelfonds mit 36,6 % deutlich über der der Dachfonds, die lediglich 26,8 % ausweisen.


Quelle: SAM

Die durchschnittlichen Verteilungseigenschaften sprechen ebenfalls für Dachfonds. Sie sind stärker um das arithmetische Mittel konzentriert und weisen geringere Tail-Risiken aus. Im Vergleich mit den Einzelstrategien Venture Capital und Buyout fällt auf, dass Venture-Fonds die höchsten Renditen und die höchsten Risiken ausweisen. Gegenüber den Buyout-Fonds haben Dachfonds allerdings im Untersuchungszeitraum eine geringere Performance.


Quelle: SAM

Weitere Ergebnisse der Studie zeigen eine Abhängigkeit der Private-Equity-Performance vom makroökonomischen Umfeld, wobei die Dachfonds weniger sensitiv reagieren, als die Einzelfonds.

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