15.11.2021 | Märkte

Preisentwicklung der Rohstoffmärkte

Die Weltbank hat in einem Marktbericht die Preisentwicklung der Rohstoffmärkte im dritten Quartal 2021 untersucht. Die Energiepreise haben ihren Preisanstieg fortgesetzt, während die meisten anderen Rohstoffe nach starken Anstiegen im ersten Halbjahr auf hohem Niveau verharrten. Für das kommende Jahr rechnen die Autoren mit einem leichten Anstieg des Ölpreises, während die meisten anderen Rohstoffe tendenziell günstiger werden dürften. 


Quelle: Weltbank

Ein spezieller Fokus in der Analyse wurde auf die Rolle von Städten und dieUrbanisierung sowie ihren Einfluss auf die Rohstoffnachfrage gelegt, auch vor dem Hintergrund, dass der Trend zu Verstädterung in den kommenden Dekaden anhalten dürfte. Grundsätzlich kann eine zunehmende Urbanisierung sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben. Auf der einen Seite ist es möglich, dass die Urbanisierung aufgrund von Skaleneffekten und Effizienzgewinnen die Nachfrage nach Rohstoffen dämpft. Auf der anderen Seite kann bspw. durch vermehrte Staus oder höhere Ansprüche der Bewohner, etwa an die Infrastruktur, auch das Gegenteil eintreten. 
Die Autoren werten eine Reihe von Analysen aus, die den Zusammenhang von Urbanisierung und Rohstoffnachfrage empirisch untersuchen. Es zeigt sich, dass eine größere urbane Population mit einem vermehrten Energieverbrauch und einer höheren Nachfrage nach Metallen einhergeht. Ein Einfluss auf den Verbrauch von Lebensmitteln konnte nicht nachgewiesen werden, wenn Einkommenseffekte berücksichtigt werden, wohl aber auf die Zusammensetzung der Ernährung. Ein zweiter Aspekt ist die Bevölkerungsdichte. Hier gibt es einen negativen Zusammenhang: Höhere Bevölkerungsdichte führt zu geringerer Energienachfrage.


Quelle: Weltbank


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