Preiseffekte von Green-Bond-Emissionen
Die Climate Bonds Initiative hat in einem Marktbericht die Preismechanismen von Green-Bond-Emissionen analysiert. Im Durchschnitt lag der Emissionspreis von EUR-Green Bonds demnach 11,2 Basispunkte unterhalb des avisierten Spreads über Mid-Swap. Diese Differenz entspricht in etwa dem Pricing bei traditionellen Bondemissionen. USD-Green Bonds liegen im Mittel 15,3 Basispunkte dichter am Mid-Swap. Ihre Bepreisung ist damit etwas enger als im herkömmlichen USD-Markt. Die Autoren sehen dies allerdings weniger in den "grünen" Eigenschaften der Anleihen begründet, sondern führen die Differenz auf Faktoren wie Rating oder Emittenten zurück. EUR-Green-Bonds Emissionen wiesen im Mittel eine Überzeichnungsquote von 2,7 auf, USD-Papiere von 3,2. Auch diese Werte liegen dicht am Durchschnitt traditioneller Emissionen. 
Quelle: Climate Bonds Initiatve
Die Sekundärmarktperformance der Papiere ist im Durchschnitt jedoch besser als bei traditionellen Bonds, lassen die Auswertungen der Autoren vermuten. So handelten 76 % der untersuchten Emissionen nach ihren ersten 28 Handelstagen enger als der korrespondierende, traditionelle Index. 
Quelle: Climate Bonds Initiative
Bei einigen Green Bonds finden die Autoren zudem Belege für ein "Greenium", das heißt eine Prämie für Green Bonds gegenüber traditionellen Vanilla Bonds desselben Emittenten. Von 14 untersuchten Emissionen konnte bei vieren ein "New Issue Greenium" beobachtet werden. Dies waren Emissionen von Mitsubishi, Apple, Bank of America und Polen.
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