21.11.2017 | Märkte

Potenzial von Emissionsdaten für das Portfoliomanagement

UBS Asset Management untersucht in einer Marktstudie das Potenzial von Emissionsdaten für Treibhausgase im Portfoliokontext. Die Klimavereinbarungen auf staatlicher Ebene von Paris vor zwei Jahren und die mögliche Schaffung eines Carbon Tax bergen Chancen und Risiken für Investoren. Im Portfoliomanagement stellt sich damit zunächst die Frage, woher Emissionsdaten zu beziehen sind. Zu unterscheiden sind Daten, die von Unternehmen selbst reportet werden, etwa im Rahmen des Carbon Disclosure Projects (CDP) und solche Daten, die auf Grundlage von Sektordurchschnitten für einzelne Unternehmen geschätzt werden.


Quelle: UBS

In einem nächsten Schritt sollte abgegrenzt werden, was in die Emissionswerte einfließt. Dabei werden Emissionen von Scope 1 bis 3 unterschieden. Die Stufe Scope 1 beschreibt die direkten Emissionen des Unternehmens oder des Projekts. Scope 2 beinhaltet zusätzlich die Emissionen der bezogenen Energie. Schließlich bemisst die Stufe Scope 3 weitere Emissionen, die durch die Benutzung oder Verwendung der zu bemessenden Einheit entstehen oder ermöglicht werden und ihr dadurch indirekt ebenfalls zuzuordnen sind.  

Rund die Hälfte der größten Unternehmen weltweit berichten auf freiwilliger Basis an das CDP. Provider von Carbon-Daten, wie bspw. Trucost, Sustainalytics, SouthPole (ISS Ethix) oder MSCI nutzen diese Daten als Startpunkt und schätzen auf dieser Basis die Emissionen von Unternehmen, die keinerlei Daten reporten. Auf Basis der Schätzungen lässt sich der Carbon-Footprint eines Portfolios schätzen. So wird deutlich, welche Emissionen durch die Kapitalanlage indirekt finanziert und unterstützt werden. Ebenfalls lassen sich Risiken, die die Einführung einer Carbon Tax auf den Unternehmenswert haben könnten, quantifizieren und managen.


Quelle: UBS


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