Potenzial für Trendumkehr am Aktienmarkt
Die UBS hat in einem Marktbericht untersucht, ob Investoren vor dem Hintergrund des ungewöhnlich langanhaltenden Bullenmarktes und niedrigen Volatilitäten zu nachlässig sind und die Risiken eines potenziellen Kursrückgangs am Aktienmarkt ignorieren. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit eines Marktrückgangs tatsächlich gering ist. Diese Einschätzung basiert u.a. auf der Analyse der Volatilität, der Geldpolitik und geopolitischer Risiken.
Die Auswirkungen des erwarteten Richtungswechsels in der Zentralbankpolitik werden als gering eingeschätzt, da dieser klar kommuniziert und schrittweise durchgeführt wird. Für 2018 ist aus dieser Richtung kein negativer Effekt zu erwarten, schätzen die Autoren.
Die historische Entwicklung des VIX zeigt außerdem, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn die Aktienmärkte trotz einer geringen impliziten Volatilität zulegen. Größere Drawdowns konnten in der Vergangenheit erst dann beobachtet werden, wenn der VIX deutlich über dem aktuellen Wert lag. 
Quelle: UBS
Auch die anhaltende Aktien-Rally scheint noch kein Signal eines starken Rückgangs darzustellen. Denn die längste Periode ohne einen Drawdown, der über 5 % lag und 3 Monate andauerte, erstreckte sich auf 715 Trading-Tage, am 19.10.2017 lag der Wert bei 426. 
Quelle: UBS
Die Auswirkungen geopolitischer Risiken werden als relativ kurzfristig und gering eingestuft, wie nach dem Brexit oder der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl zu sehen war. Auch wenn die Anzahl der Asset Manager, die den Aktienmarkt als überbewertet einschätzen, im Oktober dieses Jahres auf 43 % deutlich angestiegen ist, wurde das Aktienexposure im Durchschnitt von 36 % (August 2017) auf 44 % (Oktober 2017) ausgebaut. Das deutet darauf hin, dass mögliche Risiken zwar wahrgenommen werden, ein starker Marktrückgang in nächster Zeit aber nicht erwartet wird.
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