Positive Stimmung am deutschen Immobilien-Investmentmarkt
Im vergangenen Jahr setzte sich das Wachstum der Transaktionsvolumina deutscher Immobilieninvestments fort, zeigt eine Studie von EY. Hierzu wurden von der Unternehmensberatung 130 Investoren befragt, die am deutschen Immobilienmarkt aktiv sind. Mit 52,7 Mrd. Euro wurde das Vorjahresvolumen um fast 20 % übertroffen, davon entfallen rund 40 Mrd. Euro auf Gewerbeimmobilien, wobei das Bürosegment unverändert dominiert. Für 2015 sind die Anleger optimistisch: 96 % der Befragten sehen Deutschland trotz befürchteter Preisübertreibungen in gefragten Wohnlagen als attraktiven oder sehr attraktiven Standort für Immobilieninvestments an, gerade auch im Vergleich zu anderen europäischen Staaten. Dennoch sucht eine Mehrheit von 71 % nach Alternativen im Ausland. 90 % der Befragten gehen zu dem davon aus, dass der Anteil risikoreicherer Immobilieninvestments steigen wird.
Quelle: EY
Innerhalb Deutschlands stellen München und Hamburg die beliebtesten Standorte für Büroimmobilien dar (jeweils 17 %), gefolgt von Berlin (16 %). Für Einzelhandelsobjekte sind die Präferenzen ähnlich: Hier liegen Berlin und Hamburg mit je 17 % auf dem ersten Platz, München wird von 15 % der Befragten favorisiert. Für Wohnimmobilien wird Berlin bevorzugt (21 %).
Quelle: EY
Mit Preisrückgängen bei Wohnimmobilien wird 2015 nicht gerechnet. Gleiches gilt für Büro- und Einzelhandelsflächen in A- und B-Lagen, wobei in der Peripherie 43 % bzw. 33 % der Befragten sinkende Preise befürchten. Ähnlich stellt sich die Lage für Logistik- und Hotelimmobilien dar. Größtes Hindernis für den Abschluss für Transaktionen stellen abweichende Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer dar, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditfinanzierungen wird hingegen nur von einer Minderheit als problematisch wahrgenommen.