Positive Entwicklung des europäischen Immobilienmarktes
Verbesserte Wachstumsaussichten in der Eurozone haben im ersten Halbjahr 2013 zu einem größeren Risikoappetit bei Immobilieninvestoren geführt, wie eine Studie von Invesco zeigt. Dies wird insbesondere an der Entwicklung der Transaktionsvolumina deutlich: Vor allem auf südeuropäischen Märkten wie Italien (+121 %) und Spanien (+117 %) sind deutliche Steigerungen zu beobachten, wenn auch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Renditen dagegen haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum verändert. Insgesamt wird damit gerechnet, dass die weitere Erholung nur langsam und unregelmäßig verlaufen wird. Angesichts dieser zwar zögerlichen aber dennoch positiven Entwicklungen wird sich das Mietniveau in diesem Jahr nicht signifikant verändern, wohl aber in den folgenden Jahren. Die besten Aussichten bestehen für Büroimmobilien, für die ein Plus von 1,5 % p.a. erwartet wird. Dahinter folgen Einzelhandel (+1,1 %) und Logistik (+1,0 %).
Quelle: Invesco
Neben Gewerbeimmobilien sind allerdings auch Wohngebäude für Investoren interessant. In den vergangenen 6,5 Jahren wurden unter dem Strich 91,9 Mrd. Euro in diesem Segment investiert, was 9,5 % aller professionellen Immobilieninvestments entspricht. Im zweiten Quartal 2013 machten diese Zuflüsse mit 7,6 Mrd. Euro sogar 22 % der Gesamtinvestitionen aus. Der Löwenanteil davon entfiel mit über 50 % auf Deutschland. Auch in den kommenden Quartalen ist von steigenden Transaktionsvolumina auszugehen.
Quelle: Invesco
Erfreulich verliefen Anlagen im Hotelbereich: Über die letzten fünf Jahre konnten hier im Schnitt Renditen von knapp 5 % im Jahr eingefahren werden; 2012 waren es sogar 6,3 %. Zwar waren die Volumina 2012 deutlich geringer als noch ein Jahr zuvor, doch zeichnet sich für 2013 eine deutliche Erholung ab.