Portfoliokonstruktion, Manager Selektion und Monitoring
In einer umfangreichen Studie hat Towers Watson die drei Pfeiler von Aktieninvestments, nämlich die Portfoliokonstruktion, die Manager Selektion und das Manager Monitoring untersucht. Im Fokus der Portfoliokonstruktion steht die Diversifizierung, vor allem in Bezug auf die verfolgten Strategien. Entsprechend wichtig ist es, die Ansätze der Asset Manager zu verstehen, um durch die richtige Auswahl verschiedener Manager den Diversifikationsgrad zu steigern. Daneben eröffnen Smart-Beta-Strategien, ein gutes Verständnis der Emerging Markets und die Implementierung von Low-Vola-Ansätzen Chancen.
Quelle: Towers Watson
Die große Schwierigkeit für Investoren bei der Manager Selektion besteht darin, Glück und Skill zu unterscheiden. An erster Stelle steht hier die Investment-Philosophie der Manager, die genau definiert sein sollte. Es muss klar sein, wie der Manager plant, Alpha zu generieren. Die Performance der Vergangenheit ist dagegen als Indikator zukünftigen Erfolges nicht geeignet. Grundsätzlich können auch quantitative Strategien sinnvoll sein, allerdings müssen für den Erfolg Kriterien wie etwa Selbstkritik bezüglich der verwendeten Methoden und Indikatoren, pragmatische Marktkenntnisse des Managements, so dass Signale sinnvoll umgesetzt werden und eine angemessene Kostenstruktur erfüllt sein. Auch Nachhaltigkeitsaspekte sollten angesichts ihrer Komplexität und möglicher Auswirkungen auf die Investments berücksichtigt werden.
Quelle: Towers Watson
Sind die fähigen Manager identifiziert, sollten innerhalb der Einzelpositionen die weniger stark diversifizierten Produkte bevorzugt werden. Die Idee dahinter ist, dass nur die besten Ideen der Manager ins Portfolio aufgenommen werden sollten, auch wenn dies natürlich nicht zur Konzentration auf nur einen Titel führen darf. Um den Erfolg eines Managers zu bewerten, muss eine geeignete Benchmark gefunden werden, die transparent, unabhängig und regelmäßig berechnet wird, die jeweilige Asset-Klasse breit abbildet und aus liquiden Titeln. Nicht jede Underperformance muss jedoch zu einer Trennung vom Manager führen. Selbst ein grundsätzlich fähiger Manager kann Fehlentscheidungen treffen oder von nicht vorhersehbaren Ereignissen überrascht werden. In beiden Fällen besteht die Hoffnung, dass zukünftig wieder bessere Ergebnisse erwartet werden können. Es gilt, die Gründe für die schlechte Performance gründlich zu analysieren, um Fehler zu vermeiden.