08.10.2014 | Märkte

Photovoltaik- und Windinvestments in Europa

Der Fondsanbieter KGAL hat in zwei kurzen Marktberichten die Entwicklungen von Photovoltaik- und Wind-Investments im ersten Halbjahr 2014 zusammengefasst. Unverändert stellt Deutschland mit einem installierten Volumen von knapp 36 GW einen der bedeutendsten Photovoltaik-Märkte der Welt dar. In Europa sieht das Investitionsumfeld aufgrund teils rückwirkender und damit gesetzeswidrig  vorgenommener Veränderungen der staatlichen Einspeisevergütungen nicht besonders gut aus, so dass Investoren zunehmend nach alternativen Märkten suchen müssen. Eine Ausnahme stellt England dar, wo seit Jahresbeginn der höchste Zuwachs bei Photovoltaik zu verzeichnen ist. Außerhalb Europas stehen China und Japan sowie Südamerika im Fokus der Anleger, gefolgt von Afrika und Südostasien. Als besonders wachstumsstarker Markt empfiehlt die Studie Chile, wo sich Investments angesichts der hohen Sonneneinstrahlung sogar ohne staatliche Förderungen rechnen können. Mittelfristig wird sich der Schwerpunkt der Neuinvestitionen in sonnenintensive Länder verlagern, was die Anleger unabhängig von staatlichen Förderversprechen macht.


Quelle: KGAL

Deutlich erfreulicher als die Solarbranche zeigten sich Windinvestments in Deutschland. Im vergangenen Jahr stieg das Volumen der Onshore-Windanlagen um 25 % auf knapp 34 GW. Auch in diesem Jahr deutet sich eine Fortsetzung dieses Trends an. Mit den im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Förderungen bleibt das Segment auch zukünftig attraktiv. Offshore-Projekte sind dagegen deutlich riskanter. Zwar sollen sie weiterhin gefördert werden, doch wurden die geplanten Kapazitätszuwächse deutlich nach unten korrigiert. In Frankreich gab es bezüglich der Förderung von Windenergie europarechtliche Schwierigkeiten, die mittlerweile beigelegt werden konnten. Daher ist damit zu rechnen, dass im Windenergiesegment in Frankreich deutliche Zuwächse zu verzeichnen sein werden. Unterstützt wird diese Entwicklung durch einen  Nachholbedarf sowie die geplante Reduzierung des Anteils der Atomenergie um 25 Prozentpunkte.

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