Pfandbriefe sicherstes Instrument im Covered-Bond-Markt
Deutsche Pfandbriefe haben sich in der Finanzkrise mehr als bewährt. Dies berichtet ein Ende September erschienener Research-Report der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Pfandbriefe profitierten demnach von den strengen Anforderungen, die das Pfandbriefgesetz an Emittenten und Collateral stellt. Die Verwerfungen an den U.S.-Immobilienmärkten hätten die Unterschiede im Covered-Bond-Markt auch den Investoren ins Bewusstsein gebracht.
Quelle: Helaba
Trotz der Finanzkrise wurden zwischen Januar und August 2009 Pfandbriefe im Wert von 85 Mrd. Euro begeben. Der Sekundärhandel leidet jedoch noch unter Liquiditätsmangel. Während Käufer zu hohe Abschläge verlangen würden, wären Eigentümer nicht bereit zu verkaufen, da sie auf eine weitere Einengung der Credit Spreads setzten.
Unterstüzung erhält der Markt von der EZB, die seit Juli 2009 bis Mitte nächsten Jahres Pfandbriefe im Volumen von 60 Mrd. Euro erwerben will.
Während der Krisenmonate nach der Lehman-Insolvenz stieg der Pfandbrief-Spread massiv an, notierte zeitweise 1,50% über Bundesanleihen gleicher Laufzeit. Trotzdem scheuten Investoren im Zuge der Schieflage der Hypo Real Estate meist den Einstieg, aufgrund der Befürchtungen einer globalen Rezession und weiterer Bankeninsolvenzen.
Quelle: Helaba
Mittlerweile befinden sich Covered Bonds wieder im Aufwärtstrend. Die Spreads für Pfandbriefe notieren fast wieder auf Vorkrisenniveau. Aktuell liegt die Differenz zu Bundesanleihen bei 55 Basispunkten. Die Prognose der Helaba ist dementsprechend positiv, die Spreads werden sich vermutlich noch weiter einengen und das Vertrauen in den Markt zurückkehren.