25.09.2017 | Research

Performancefaktoren von Listed Real Estate

Immobilien und die Aktien von Immobiliengesellschaften weisen über kurze Zeiträume sehr niedrige Korrelationen auf, was das Verständnis der Performance-Treiber von Listed Real Estate für institutionelle Investoren erschwert. MSCI hat daher in einer Marktanalyse unter Verwendung bewertungs- und transaktionsbasierter Daten die Rolle von Listed Real Estate in Europa und deren Performancetreiber untersucht. Beim Vergleich breiter direkter und indirekter Immobilienindizes zeigen sich deutliche Unterschiede, vor allem bei einer kurzfristigen Betrachtung. Grund hierfür sind u.a. Unterschiede bei Leverage, Cash-Beständen und Kosten des Asset Managements. Für den genaueren Vergleich gilt es, drei Performance-Ebenen zu berücksichtigen: Das Asset-Level, welches die ungehebelte Performance der individuellen Assets betrachtet, das Vehikel-Level, bei dem bspw. unterschiedliche Leverage und Kosten einfließen, sowie das Wertpapier-Level, das die Aktienpreis- und Dividendenentwicklung umfasst. Es zeigt sich, dass bei Berücksichtigung der Unterschiede von Leverage, Cash-Volumina etc. deutliche Korrelationen zwischen direkten und indirekten Immobilieninvestments bestehen, insbesondere bei drei- und fünfjährigen Beobachtungszeiträumen.


Quelle: MSCI

Werden die Daten von 19 europäischen Immobilienaktiengesellschaften aggregiert, ergibt sich ein enger Zusammenhang zwischen den Ergebnissen auf Asset- und Wertpapierebene. Die impliziert, dass die unterliegenden Renditen auf der Asset-Ebene auf längere Sicht die relevanten Performance-Treiber der Immobilienaktien sind. Daneben sind auch finanzielle Faktoren von Bedeutung sowie – insbesondere kurzfristig – das Aktienmarkt-Sentiment. Bei sehr starker Aggregation der Daten verlaufen Asset-, Vehikel- und Aktienperformance-Trends längerfristig in ähnlichen zyklischen Mustern. Dabei fällt auf, dass dieser Zusammenhang enger ist, wenn ausschließlich UK-zentrierte Unternehmen betrachtet werden als bei europaweit aufgestellten. Dies mag auch daran liegen, dass unterschiedliche geographische Exposures vorliegen. Insgesamt halten die Autoren fest, dass Listed Real Estate von Investoren als Komponente der Immobilien-Allokation genutzt werden kann.


Quelle: MSCI


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