Performanceanalyse direkter Infrastrukturinvestments
Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit der Universität Regensburg untersucht die Eigenschaften direkter Infrastrukturinvestments in institutionellen Portfolios. Vor dem Hintergrund weltweiten Investitionsbedarfes in Infrastruktur bei begrenzten staatlichen Haushalten, dürften private Investments zunehmend wichtiger werden.
Die Autoren verwenden einen selbst entwickelten transaktionsbasierten Index für Infrastrukturinvestments und analysieren das Hinzunehmen in Portfolios mittels Mean-Variance- und Mean-Downside-Risk-Optimierung.
Quelle: Dechant, Finkenzeller (2011)
In beiden Optimierungsmodelle spielen Infrastrukturinvestments eine wichtige Rolle, besonders allerdings im Mean-Downside-Risk-Modell, wo der Höchstwert der Allokation bis zu 36 % beträgt. Dies sei die Folge der stabilen Rendite und geringen Ausfallwahrscheinlichkeit. Im Mean-Variance-Modell zeigt sich eine Allokation in Infrastruktur vor allem bei den Portfolios mit geringem Risiko.
Zudem wird eine hohe Ähnlichkeit von Infrastruktur mit Large-Cap-Aktien festgestellt. Je höher der Anteil von Large Caps im Portfolio, desto weniger effizient wird die Integration von Infrastrukturinvestments. Daher eignen sich direkte Investments vor allem für risikoaverse und langfristige Investoren.
Quelle: Dechant, Finkenzeller (2011)