Performance von Ex-Fossil-Fuel-Indexfonds
Die Reduktion des Engagements im fossilen Energiesektor hat keinen negativen Einfluss auf die Rendite, zeigt eine Analyse des Institute for Energy Economics and Financial Analysis.
Ein Vergleich der Risiko- und Renditekennzahlen verschiedener Indizes wie S&P 500, Russell 3000 und MSCI All Country World Index (ACWI) mit ihren Varianten, die fossile Energieträger ausschließen, ergab, dass letztere in den vergangenen zehn Jahren der allgemeinen Entwicklung ihrer Basisindizes folgten. Darüber hinaus wiesen sie in allen Indexfamilien, Regionen und Zielmärkten sowohl absolut als auch risikoadjustiert leicht höhere Renditen auf.
Dies ist unter anderem auf die schlechte Performance des Energiesektors zurückzuführen, der aufgrund der Destabilisierung der Märkte für fossile Brennstoffe, der Konkurrenz durch erneuerbare Energien und der Elektrifizierung des Verkehrs jahrzehntelang hinter Aktienindizes wie dem Standard & Poor's 500 (S&P 500) zurückblieb.
Die Rendite des fossilen Energiesektors stieg in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund der Corona-Pandemie und der russischen Invasion in der Ukraine zunächst stark. Dies war allerdings kurzfristig und konnte die langfristige Underperformance nicht ausgleichen, sodass die Rendite in den folgenden Quartalen bis Ende 2023 auf -4,8 % sank.

Quelle: Institute for Energy Economics and Financial Analysis (2024)
Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund eines umfassenderen Strukturwandels zu sehen. In den 1980er Jahren war der fossile Energiesektor mit einer Gewichtung von 30 % im Russell 3000 und im S&P 500 ein wesentlicher Treiber der Indexrenditen. Zunehmend wird der Sektor in den großen Indizes zu einem marginalen Akteur, der Ende 2023 nur noch 3,9 % des S&P 500 ausmachte. Dies spiegelt die Markteinschätzung der Bedeutung und des Wachstumspotenzials der Unternehmen im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren wider.

Quelle: Institute for Energy Economics and Financial Analysis (2024)
Der Markt für passive kohlenstoffarme Anlagen ist mit einem Gesamtvolumen von 40,5 Bill. US-Dollar deutlich gereift. Aufgrund der großen Nachfrage wurden zahlreiche neue Indizes aufgelegt. Obwohl die Kostenquoten traditioneller ETFs in der Regel etwas niedriger sind als die von kohlenstoffarmen ETFs, hat der Spread in der Benchmark-Performance diesen Vorteil tendenziell zunichte gemacht. Dies macht kohlenstoffarme ETFs für institutionelle Anleger investierbar.
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