Performance und Diversifikationspotenzial der Schwellenländeraktienmärkte
Die Aktienmärkte der Schwellenländer verzeichneten im Januar größtenteils eine weitere Erholung. Gerechnet in Euro gewannen die globalen Schwellenländermärkte auf Monatssicht 6,4 % hinzu. Dabei sticht der deutliche Unterschied zwischen den beiden größten Einzelmärkten Emerging Asias ins Auge: Während China mit 10,2 % den größten Zuwachs erreichte, verlor Indien -4,4 %. Gründe für die schwache Entwicklung des Subkontinents sind zum einen größere Verkäufe durch institutionelle Anleger, zum anderen eine gewisse Zurückhaltung angesichts eingetrübter Konjunkturdaten. In China hingegen sorgten unter anderem gelockerte Corona-Restriktionen und staatliche Unterstützungen für den Immobilienmarkt für Euphorie. Ebenfalls überdurchschnittlich entwickelte sich Lateinamerika (+8,3 %).

Nicht nur kurz, sondern auch mittelfristig zeigt sich innerhalb der Aktienmärkte der Schwellenländer ein erheblich größeres Diversifikationspotenzial als bei den Industrieländern. Auch über 36 Monate lag die Korrelation des chinesischen und indischen Marktes lediglich bei 8 % – zwischen China und Lateinamerika war sie sogar leicht negativ.
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