Performance, Persistenz und Lebensdauer von Managed Futures
Gleich zwei Arbeiten zum Managed-Futures-Markt hat Julia Arnold vom Imperial College in London veröffentlicht. Darin untersucht sie die Performance, die Performance-Persistenz sowie das Überleben von Fonds aus dem Managed-Futures-Universum, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Unterscheidung zwischen rein systematischen und diskretionären Fonds.
Als Datengrundlage verwendet die Autorin die Fonds der Barclay Hedge Datenbank und untersucht die eigens klassifizierten Fonds für den Zeitraum von 1999 bis 2010.
Quelle: Arnold (2012)
Sogar nach Berücksichtigung von Survivorship Bias und Instant History Bias liefern 30 % der Managed-Futures-Fonds demnach Alpha, wie anhand eines 10-Faktor-Modells basierend auf Fung/Hsieh (2004) festgestellt wird. Für systematische Fonds fällt das Alpha höher aus als für diskretionäre Fonds. Auch weisen diese eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit aus. Unterschiede ergeben sich hingegen bei den führenden Fonds. Während bei den diskretionären Managern die kleinen Fonds die beste Performance liefern, sind es bei den rein systematischen Managed-Futures-Fonds die großen Flaggschifffonds.
Die Top-Fonds weisen zudem Performance-Persistenz auf.
Die Analyse der Fondslebenszeit ergab eine Sterbensquote von 14,6 %, davon 11,1 % aufgrund der Performance. Entfernt man kleine Fonds mit weniger als 20 Mio. US-Dollar Assets under Management aus der Analyse, sinkt die Quote sogar auf 3,9 %. Systematische Fonds leben mit 12 Jahren im Durchschnitt länger als diskretionäre Fonds mit 8,3 Jahren, und ihre Überlebensquote ist höher. Die Autorin sieht in den Ergebnissen viele Argumente für ein Investment in systematische Managed-Futures-Fonds.