29.09.2010 | Studie

Pensionspläne und Risikomanagement deutscher Konzerne

Zum zweiten Mal hat Towers Watson eine Studie zum Risikomanagement der Pensionsvermögen internationaler Konzerne mit Hauptsitz in Deutschland veröffentlicht. Demnach hat die Finanzkrise dort das Risikomanagement in den Fokus gerückt, weshalb die Portfolios noch sicherheitsorientierter ausgelegt werden. Die befragten Unternehmen decken rund 48 % der DAX-Pensionsvermögen ab.


Quelle: Towers Watson

Wie obige Grafik zeigt, beträgt die Gewichtung von Anleihen im Portfolio 60 %, der Aktienanteil beläuft sich auf 16 %, nach 22 % im Vorjahr. Trotz der relativ guten Performance der Aktienmärkte wurde die Allokation also deutlich verringert. Immobilien und Alternatives spielen mit 4 % und 6 % kaum eine Rolle. Allerdings liegt der maximal beobachtete Wert der Alternatives-Quote bei 20 %. Desweiteren sind die internationalen Pensionspläne gegenüber den deutschen deutlich renditeorientierter aufgestellt. Der Aktienanteil beträgt hier 27 %. Nach Ansicht von 80 % bzw. 74 % der Studienteilnehmer sind die wichtigsten Kriterien für die Zusammensetzung der Asset Allocation das Rendite-Risiko-Profil der Asset-Klassen und die Struktur der Pensionsverpflichtungen.


Quelle: Towers Watson

Das Thema Risikomanagement wird seit der Finanzkrise forciert, insbesondere in Hinblick auf Absicherung gegen unerwartete Kursveränderungen. Shortfall-Risiken, Stresstests und Value-at-Risk-Ansätze finden eine stärkere Berücksichtigung als in der Vergangenheit. Zinsänderungs- und Inflationsrisiken werden von jeweils rund 50 % der Befragten gehedgt, meist durch Swaps und inflationsindexierte Anleihen.


Quelle: Towers Watson

Durch die zunehmende Volatilität der Finanzmärkte ist das Pensionsmanagement in den Fokus der Unternehmensführung gerückt. Bei 83 Prozent der befragten Unternehmen trägt die strategische Verantwortung für das Pensionsmanagement letztlich der Vorstand beziehungsweise der CFO.

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