30.10.2012 | Schweiz

Pensionskassen in schwierigem Marktumfeld

Die Pensionskassen in der Schweiz befinden sich in einem schwierigen Marktumfeld, wie die von Complementa veröffentlichte, umfangreiche Analyse "Zur aktuellen Lage schweizerischer Pensionskassen" zeigt. Der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen liegt derzeit bei 102 %, gewichtet bei 96,2 %, wobei besonders die öffentlich-rechtlichen Einrichtungen für die Unterdeckung verantwortlich sind. Zumeist können die Kosten nicht durch die Erträge erwirtschaftet werden, wodurch die Pensionseinrichtungen ihre Reserven nahezu verbraucht haben. Entstanden ist das Defizit aus den relativ hohen Kosten in Höhe von 3,9 % p.a. und den im Vergleich niedrigen Kapitalerträgen von 1,6 %.


Quelle: Complementa

Die geringen Erträge sind vor allem der Asset Allocation und dem niedrigen Zinsniveau geschuldet. Über die Hälfte der Assets under Management sind in Anleihen angelegt. Neben dem niedrigen Zinsniveau sowohl in der Schweiz als auch global, verursachte der Wertanstieg des Schweizer Franken einen Verlust bei den Einnahmen aus Fremdwährungsanleihen. Fast die gesamte verbleibende Allokation ist in Immobilien und Aktien aufgeteilt, die in den letzten Jahren ebenfalls kaum zur Erzielung einer adäquaten Rendite beitragen konnten.


Quelle: Complementa

Schweizer Pensionskassen müssen daher zum einen auf der Passivseite Kosten einsparen und auf der anderen Seite höhere Renditen erwirtschaften, um ein wirtschaftliche sinnvolles Niveau von ca. 3,5 % zu erreichen, so die Studie.

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