Pensionsfonds treiben Private-Equity-Fundraising in Europa
Mit 53,6 Mrd. Euro haben sich die von der Private-Equity-Branche im vergangenen Jahr eingeworbenen Mittel gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, zeigt eine Marktanalyse der EVCA. Diese verwendet Daten von mehr als 1.200 europäischen private-Equity-Unternehmen, die 90 % der 555 Mrd. Euro Assets under Management im Private-Equity-Segment repräsentieren. Der hohe Anstieg ist vor allem auf 12 Buyout Funds zurückzuführen, die jeweils mehr als eine Milliarde Euro eingeworben haben und damit für 66 % der Zuflüsse stehen. Pensionsfonds stellen mit 40 % die größte Geldquelle dar, mehr als die Hälfte der Mittel stammt von institutionellen Investoren außerhalb Europas. Auf Venture Capital entfielen 8 % der Zuflüsse.
Quelle: EVCA
Die Gesamtinvestments in Private Equity waren 2013 weitgehend stabil. Insgesamt wurden 35,7 Mrd. Euro angelegt, ein Minus von 3 %. Die Anzahl der Unternehmen, in die investiert wurde, lag, wie auch im Vorjahr, bei über 5.000. Mit 25,5 Mrd. Euro entfällt der Löwenanteil auf Investments innerhalb der jeweiligen Heimatmärkte der Private-Equity-Gesellschaften. Cross Border Investments innerhalb Europas machten 9,3 Mrd. Euro aus. Venture Capital verzeichnete mit einem Anstieg von 5 % auf 3,4 Mrd. Euro ein leichtes Plus, während Buyout und Growth Investments um 2 % bzw. 10 % zurückgingen.
Quelle: EVCA
Desinvestments von Private-Equity-Anlegern aus 2.290 Unternehmen entsprachen 33,2 Mrd. Euro, ein Anstieg von 54 %, vor allem über Trade Sales und den Verkauf an andere Private-Equity-Gesellschaften. Angesichts der starken Entwicklung der Aktienmärkte legte auch das Volumen der Desinvestments über Börsengänge mit einer Versiebenfachung stark zu. Dabei entfielen 43 % aller Desinvestments auf Venture Capital Investments.