Pensionsfonds passen Strategien an
Amundi Asset Management und Create Research haben in einer gemeinsamen Studie die Veränderungen der Geschäftsmodelle von Pensionsfonds untersucht. Die Umfrage, die 190 europäische Pensionsfonds mit kumuliert 1,9 Billionen Euro Assets under Management umfasst, konzentriert sich auf drei Kernthemen: Änderungen der Geschäftsmodelle von Pensionsfonds und deren Zielsetzung, bislang erzielte Ergebnisse dieser Schritte sowie die Möglichkeiten für Asset Manager und Berater, einen höheren Mehrwert zu schaffen. Während vor der Finanzkrise noch die Asset-Allokation im Fokus stand, steigt nun die Relevanz der konkreten Implementierung und Governance.
Quelle: Amundi, Create Research
Die befragten Pensionsfonds haben ihre Geschäftsmodelle vor allem im Bereich der Asset-Allokation erheblich verändert. 56 % bezeichnen das Ausmaß als groß weitere 32 % als mittelschwer. Die Reformen bei Governance und Strategieimplementierung waren von ähnlicher Bedeutung und die erzielten Resulatet stellen die Mehrheit der Befragten zufrieden. Durch die deutliche Unterfinanzierung vieler Pensionsfonds müssen jedoch aggressive Renditeziele verfolgt werden. So strebt rund die Hälfte aller Fonds eine jährliche Rendite von mehr als 5 % an. 
Quelle: Amundi, Create Research
Angesichts der demografischen Entwicklung vermelden 43 % der Fonds negative oder neutrale Cash Flows. Es werden sowohl implizite als auch explizite Hedging-Methoden angewandt, um Risiken zu vermindern. Hierzu gehören breitere Asset-Diversifikation, Duration Management sowie Inflations-, Zins- und Mortalitätsabsicherungen. Zusätzlich haben sich drei Ansätze in der Asset-Allokation herausgebildet: Produktfokussierung, eine Kombination verschiedener Einzelstrategien, etwa über einen Risk-Parity-Ansatz, Zeitfokussierung, wobei vor allem auf Assets mit stetigen Erträgen gesetzt wird, und LDI. Letzteres umfasst die Aufteilung des Portfolios in einen absichernden und einen renditeorientierten Anteil.