Pensionsfonds mit Fiduciary Management zufrieden
Eine Studie von Aon Hewitt zeigt dass 99 Prozent der befragten 359 Pensionsfonds mit den Diensten ihrer beauftragten Fiduciary Manager zufrieden sind. Fiduciary Management bezeichnet die Delegation von Anlageentscheidungen und -umsetzungen an einen externen Asset Manager bzw. Berater, wobei dies bestimmte Teile oder das gesamte Portfolio betreffen kann. Gleichzeitig ist der Anteil der Befragten, die Teile ihres Asset Managements ausgegliedert haben, seit 2011 von 18 auf 37 Prozent gestiegen. Vollständig delegieren vor allem kleinere Anbieter mit Volumina bis 500 Mio. britischen Pfund ihre Anlageverantwortung, während größere Pensionsfonds ab 1 Mrd. Pfund eher Teilbereiche auslagern. 
Quelle: Aon Hewitt
Fiduciary Management wird stärker nachgefragt, da die Komplexität des Investment-Universums beispielsweise durch Hedgefondsstrategien stetig zunimmt und neue Techniken wie Liability-Driven Investing implementiert werden müssen. Die Verantwortlichen innerhalb der Pensionsfonds haben zudem wenig Zeit für Anlageentscheidungen: 73 Prozent der Befragten geben an, dafür maximal fünf Stunden pro Quartal aufzuwenden.
Der größte Vorteil der Fiduciary Manager liegt aus Sicht der Pensionsfonds in der fachlichen Expertise und der täglichen Überwachung der Investments.
Fonds, die Fiduciary-Management-Konzepte integriert haben, nennen den Auswahlprozesse der Manager als größte Hürde, während bei denen, die ihre Anlagen weiterhin selbst verwalten, die Kosten als Nachteil genannt werden. Bei der Auswahl der Anbieter wird vor allem auf die bisherige Performance geschaut.
Quelle: Aon Hewitt
Das Thema fiduziarisches Management war auch auf der 6. DVFA Investment-Consultant-Konferenz ein Thema. Hier wurde deutlich, dass sowohl Asset Manager als auch Asset Consultants in einigen Bereichen des Fiduciary Managements zusammenarbeiten können, wobei sie sich insgesamt jedoch als Konkurrenz sehen. Die deutschen Pensionsfonds sind bei der Implementierung von Fiduciary Management noch am Anfang, insbesondere im Vergleich zu den Niederlanden, wo schon rund 80 Prozent der Pensionsfonds von Fiduciary Managern betreut werden.