Pensionsfonds erkennen Vorteile von globaler taktischer Asset Allocation
Die globale taktische Asset Allocation sowie ein stärkerer Fokus auf Risikomanagement rückt für Pensionsfonds stärker in den Vordergrund. Diese Ergebnisse zeigen sich in einer Studie von Mercer Investment Consulting. Das Unternehmen hat für seine Asset Allocation Survey 2008 mehr als 1.100 Pensionsfonds in Europa befragt. Die befragten Fonds verwalteten Ende 2007 ein Vermögen von 538 Milliarden Euro.
Für die Pensionsfonds der einzelnen Länder zeigen sich sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während britische und irische Fonds die höchsten Aktienquoten in ihren Portfolios aufweisen, investieren deutsche, französische und portugiesische Fonds einen Anteil von mehr als 60% in Bonds. Insgesamt lässt sich auch ein Trend zu Alternative Investments feststellen.
Auch in den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es grundlegend unterschiedliche Ergebnisse bei den Pensionsfonds bzw. -kassen. In Deutschland sind 30,1% der Gelder in Aktien, 60,2% in Bonds angelegt. Der übrige Teil setzt sich aus Immobilien, Cash und anderen Investments zusammen. In Österreich hingegen liegt die Aktienquote höher und die Bondquote etwas niedriger als in Deutschland. Jedoch ist nur ein geringer Anteil von 1,8% in Immobilien investiert. Andere Assetklassen sind nicht vorhanden. In der Schweiz findet sich die diversifizierteste Asset Allocation. Hier liegt die Aktienquote bei etwas über 30%, die Bondquote bei 36% und der Rest ist zu etwa gleichen Teilen auf Immobilien und Cash bzw. andere Investments aufgeteilt. In der Schweiz liegt das angesparte Vermögen pro Einwohner um ein Vielfaches höher als in Deutschland und Österreich.