Outperformance dynamischer versus statischer Faktorportfolios
Dynamische Faktorstrategien, deren Faktorallokationen aktiv gesteuert werden, erzielen eine höhere Performance als statisch gewichtete Multi-Faktor-Ansätze. Hitendra Varsani und Vipul Jain von MSCI haben in einer Marktanalyse vier Säulen für die Zusammensetzung des Faktorportfolios identifiziert: Makro-Zyklus, Momentum, Bewertung und Market Sentiment. Damit soll das unterschiedliche Verhalten der Faktoren in den verschiedenen Marktumfeldern genutzt werden. Werden die aktiven Renditen der Faktorportfolios verglichen, die auf den vier Säulen basieren, ergeben sich nur geringe Korrelationen. Durch die Kombination dieser Säulen eröffnen sich Diversifikationspotenziale. 
Quelle: Varsani, Jain, 2018
Für den Zeitraum 1986 bis 2018 hätte ein statisch gleichgewichtetes Portfolio der Faktoren LowVola, Yield, Quality, Momentum, Value und Size eine aktive Rendite von 1,8 % p.a. bei einem aktiven Risiko von 3,8 % p.a. erbracht. Ein auf den vier Säulen beruhendes, dynamisches Faktorportfolio (Adaptive Composite) hätte bei ähnlichem Risiko eine aktive Rendite von knapp einem Prozentpunkt mehr erzielt. Die Kombination der vier Säulen weist sowohl über ein als auch über drei Jahre eine höhere Outperformance-Wahrscheinlichkeit gegenüber der kapitalisierungsgewichteten Benchmark auf, als jede Säule für sich betrachtet. 
Quelle: Varsani, Jain, 2018
Die dynamische Faktorallokation weist eine höhere Performance als statische Faktorgewichtungen auf– unabhängig davon, ob es sich um einen Top-Down- (Kombination einzelner Faktorindizes) oder einen Bottom-Up-Ansatz (integrierte Methode) handelt. Dabei gegen die Autoren allerdings zu bedenken, dass dies eine Folge der ausgewählten Faktoren sein kann oder in anderen Asset-Klassen anders aussehen kann.
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